Vor- und Nachteile des Onlinehandels für Gründer

Das achte Weltwunder – das Internet – hat zu einer echten Revolution im Einzelhandel geführt. In der ganzen Welt ist eine zweistellige jährliche Wachstumsrate von Internetusern zu beobachten, als Folge gewinnt E-Commerce an Popularität, und der Internetmarkt erweitert seine Grenzen. Die E-Commerce-Umsätze legten laut bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel) im dritten Quartal 2018 um 11,6 Prozent zu.

Umsatz durch E-Commerce (B2C) in Deutschland in den Jahren 1999 bis 2018 sowie eine Prognose für 2019, in Milliarden Euro (Quelle: statista.com).

Umsatz E-Commerce

Das allgemeine Interesse der Gesellschaft für Onlinehandel und E-Commerce blieb in den letzten Jahren laut Google Trends konstant. Die Kunden nutzen E-Commerce, ohne viel darüber nachzudenken.

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Damit Sie ein erfolgreiches Geschäft eröffnen und am stärksten vom Onlinehandel profitieren, sollten Sie sich im Detail mit den Vor- und Nachteilen des Onlinehandels vertraut machen.

Vorteile des Onlinehandels

  • Zugang zum Weltmarkt – Onlinehandel ermöglicht allen Firmen – das gilt sowohl für B2B als auch für B2C – Geschäfte im Einkauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf dem Weltmarkt zu tätigen.
  • Kosten sparen – Der Onlineshop ist inzwischen zu einem notwendigen Zusatz des gewöhnlichen Geschäfts geworden. E-Commerce fördert keine großen Kosten, ermöglicht aber das Geschäft schrittweise durch vergleichsweise niedrige zusätzliche Investitionen spürbar zu erweitern. Die Kostenersparnisse durch niedrigere Miet- und Personalkosten erlauben es, dem Endkunden attraktive Preise anzubieten. Wenn Sie Ihr Business erst aufbauen, können Sie vieles auch selbst schaffen – die Waren kann man am Anfang selbst verpacken und verschicken. Den Kunden kann die Selbstabholung angeboten werden. Nur die Onlineshop-Erstellung und technische Betreuung sourcen Sie lieber von Anfang an aus. Nur so können Sie sich am besten auf Ihr primäres Geschäft konzentrieren.
  • Handel rund um die Uhr – der Onlineshop ist rund um die Uhr für die Kunden geöffnet. Potenzielle Kunden müssen nicht in Eile und Hektik nach notwendigen Waren suchen. Viele potenzielle Kunden können so angelockt werden.
  • Viele Zahlungsarten – Jeder Kunde kann eine für ihn passende Zahlungsart auswählen, ohne großen Mehraufwand für den Verkäufer – PayPal, Sofortüberweisung, Giropay, Kreditkarte, per Überweisung oder Nachnahme. So viele Zahlungsmöglichkeiten bietet kein gewöhnliches Geschäft.
  • Viele Versandarten – Auch hier hat der Kunde Alternativen und kann selbst bestimmen, ob er die Ware schneller oder langsamer, dafür aber günstiger bekommen möchte.
  • Zeitersparnisse bei den Kunden – Onlineshopping ist bequem und spart Zeit im Vergleich zum gewöhnlichen Shopping. Dank der benutzerfreundlichen Navigation können die Kunden schneller notwendige Artikel finden und diese bestellen, ohne in der Warteschlange stehen zu müssen.
  • Effektive Kundenbedienung – E-Commerce ermöglicht es, die Kundenbedienung immer wieder zu vervollkommnen, indem der Shopinhaber das Kundenverhalten analysiert und dementsprechend eine effektive Marketing- und Werbestrategie wählen kann.
  • Blitzschnelle Informationsbeschaffung und -Vermittlung. Onlinehandel ermöglicht es dem Shopbetreiber, seinen Kunden und Partnern notwendige Informationen über Produkte und Dienstleistungen mitzuteilen.
  • Zugänglichkeit – Unabhängig davon, wo sich der potenzielle Kunde befindet, kann er notwendige Informationen ohne zusätzliche Kosten erhalten.
  • Mobilität – Der Onlinehandel ermöglicht es dem Shopinhaber, den Markt ständig zu untersuchen und schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
  • Leichter im Wettbewerb mithalten – Unterschiedliche Supportdienste wie interaktiver Kundendienst, Onlinedienst und andere helfen Kontakte zu Kunden zu pflegen und die Konkurrenten zu überholen.
  • Eine bessere Markttransparenz – Die Kunden wissen Bescheid über die Preise, über Qualität und Lieferzeiten der Waren und Dienstleistungen aller konkurrierenden Unternehmen. Auch Shopinhaber selbst können durch Wettbewerber-Monitoring diese Informationen zu eigenen Gunsten ausnutzen.

Nachteile des Onlinehandels

  • Der virtuelle Kontakt mit realen Waren – Der Hauptnachteil ist, dass es keine Möglichkeit gibt, Artikel anzufassen und selbst zu untersuchen. Der Ausweg: Stellen Sie Ihren Kunden ausführliche Beschreibungen aller Artikel sowie qualitativ hochwertige Fotos zur Verfügung. Nutzen Sie ein PIM-System, wie z.B. TreoPIM, um diese Aufgabe effizient zu erfüllen.
  • Kein Vertrauen – Manchmal hat man kein großes Vertrauen zu neuen Onlineshops. Der Ausweg: Stellen Sie dem Kunden ganze Informationen vom Unternehmen zur Verfügung und arbeiten Sie ständig am Image Ihres Onlineshops. Manchmal entscheidet sich der Kunde lieber für den Kauf bei einem Onlineshop, wenn er die Ware nach Erhalt bezahlen kann (also per Nachnahme). Dabei geht es auf Risiko des Onlineshopbetreibers. Wenn Sie Kundenmeinungen im Shop platzieren, wird dies sicher mehr Vertrauen zu Ihrem Shop wecken.
  • Warenumtausch – Es kommt oft vor, dass Kunden auf Waren verzichten oder diese umtauschen möchten. Zweifellos ist das für den Unternehmer folgenschwer, denn er verliert Zeit und Geld bei der Rücksendung.
  • Nicht für alle Geschäftsarten – Nicht alle Einzelhändler können einen Onlinehandel gründen, z.B. Lebensmittelverkäufer können vom Internetgeschäft nur bedingt profitieren.
  • Zeitverzögerung – Der Kunde kann nicht sofort das gekaufte Produkt bei sich haben, manchmal wartet er mehrere Tage, bis die Lieferung eingetroffen ist.
  • Kommunikationsprobleme – Beim Shopping streben viele nach einer lebendigen Beratung und Kommunikation, was beim Onlinehandel nicht immer zu erreichen ist.

Um im Internethandel erfolgreich zu sein, streben Sie an, die Vorteile des Onlinehandels bei Ihrem Onlineshop stärker auszunutzen und die Nachteile zu mindern. Durch eine richtige Handelsstrategie kann man Vertrauen bei den Kunden wecken und einen Bombeneffekt im E-Commerce erreichen.