Praxismaßnahmen für eine Onlineshop-Optimierung

Bei einer Onlineshop-Optimierung werden folgende Ziele angestrebt:
  • Erhöhung der Conversion Rate (qualitative Umsatzsteigerung)
  • Erhöhung der Umsätze (quantitative Umsatzsteigerung)
  • Senkung der Kosten (Einmalige und laufende Kosten)

In diesem Artikel konzentriere ich mich auf die Praxismaßnahmen für die Optimierung eines Onlineshops, um die oben erwähnten Ziele zu erreichen.

Optimierung der Server-Infrastruktur

Die Performance der Server Infrastruktur sorgt dafür, wie schnell Ihre Besucher zum Ziel kommen. Optimierung der Server-Infrastruktur sind die günstigsten Maßnahmen bei der Website Optimierung. Diese sollen daher als erste umgesetzt werden.

 

To Do‘s

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Lassen Sie Ihren Onlineshop auf einen richtig performanten Server/Server-Infrastruktur umziehen.

Es gibt viele Anbieter die (scheinbar) performante Server anbieten, in der Tat sind diese gar nicht performant. Überprüfen Sie die Performance, bevor Sie einen langfristigen Vertrag abschließen.
Entscheiden Sie sich für einen virtuellen Server oder eine physische Server-Infrastruktur Unsere Erfahrung zeigt, dass mehrere physischen Server besser und performanter als ein virtueller Server sind. Bei einer klug aufgestellten Server Infrastruktur lassen sich die Ausfallzeiten fast so niedrig wie bei einem virtuellen Server halten. Im Durchschnitt hat man eine bessere Performance für niedrigere Kosten! Nutzen Sie ausschließlich Server mit SSD-Raids (z.B. 2 Server für DB und 2-4 Server für Shop-Software).
Lassen Sie den Server für beste Performance tunen Wenn die Server-Infrastruktur bestimmt und eingerichtet ist, tunen Sie die Einstellungen des Webservers und der Datenbank, damit die Abfragen schnellstmöglich abgearbeitet werden. Installieren Sie zusätzliche Software, die für Performance-Verbesserung sorgen soll - memcached, nginx, etc. Testen Sie Ihre Server Infrastruktur unter hoher Last, um festzustellen, was Ihre Server wirklich aushalten können.
Aktivieren Sie HTTP/2 Wir haben eine Performance-Verbesserung im Durchschnitt bis zu 20% alleine durch die Aktivierung von HTTP/2 gemessen. Von allen effektiven Optimierungsmaßnahmen ist diese die günstigste.
Keep-Alive erlauben Durch die Aktivierung von HTTP-Keep-Alive oder HTTP Persistent Connection kann dieselbe TCP-Verbindung mehrere HTTP-Anfragen zugleich senden und empfangen, dadurch wird die Wartezeit für nachfolgende Abfragen reduziert.
GZIP Komprimierung aktivieren Durch eine Komprimierung der Inhalte wird die Größe der von Ihrem Server gesendeten Dateien und die Ladezeit gesenkt.
Nutzen Sie nginx für statische Inhalte Die absolute Mehr wie Bilder, CSS, Javascripts
sonstige Optimierungen Schauen Sie bei GTmetrix und Google PageSpeed Insights, welche sonstigen Empfehlungen es für Ihre Website gibt.

Optimierung der Shop-Software

Die Optimierung des Shopsystem ist eine kostenintensive dafür aber sehr wichtige Angelegenheit, die technische Qualität Ihres Shops zu verbessern.

 

To Do‘s

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Optimierung der Bilder Reduzieren Sie die Ladezeiten von Seiten, indem Sie Bilder in angemessener Größe, die für das Web optimiert wurden, hochladen. Alternativ lassen Sie auch Ihren Server spezielle Tools installieren und einrichten, die diese Aufgabe komplett übernehmen.
Kombinieren Sie die Bilder mit Hilfe von CSS stripes Vereinen Sie gleichartige Bilder (z.B. Icons) in einem Bild und lassen Sie den richtigen Ausschnitt (das ursprüngliche Bild) mithilfe von CSS darstellen.
Definieren Sie die Höhe und Breite für alle Bilder in Ihrem Onlineshop Durch solche Angaben wird ein schnelleres Rendern möglich, da keine unnötigen Anpassungen der Darstellungsgröße mehr erforderlich sind.
Nutzen Sie Browser-Caching Dank einer effizienten Nutzung der Browser-Cache Funktion lassen sich die Inhalte für wiederkehrende Besucher schneller laden. Teilen Sie die statischen Inhalte in Gruppen auf und bestimmen Sie die Lebensdauer des Cache für jede Gruppe.
Um ein effizientes Caching für öffentliche Ressourcen, z.B. Facebook, Google etc, zu ermöglichen, laden Sie diese Ressourcen herunter und liefern Sie diese von Ihrem Server aus.
 
JavaScripts entfernen, die das Laden der Website hinauszögern Um eine Seite zu laden, muss der Browser den Inhalt aller <script> -Tags parsen, was das Laden der Website zusätzlich verlangsamt. Stellen Sie sicher, dass die JavaScipts erst dann geladen werden, nachdem die Inhalte vollständig geladen sind.
Optimieren Sie die Reihenfolge von JavaScripts und CSS Durch die korrekte Anordnung von externen Stylesheets sowie Inline-JavaScripts können Daten parallel heruntergeladen werden, was die Rendering-Zeit des Browsers beschleunigt. Um das parallele Herunterladen zu ermöglichen, platzieren Sie ein Inline-JavaScript vor der externen CSS-Datei oder nach der nächsten Ressource.
HTML, JavaScripts, CSS minimieren Minimierung von HTML, JavaScripts und CSS kann einige dutzend oder hundert KB pro Seite einsparen, bezogen auf tausende Besucher kann eine solche Einsparung wesentlich sein.
Skalierte Bilder nutzen Man soll vermeiden, große Bilder via CSS und HTML zu verkleinern, denn diese werden vollständig geladen, auch um in einem kleineren Format gezeigt zu werden.
Nutzung von Server-Cache Bei Magento 2 und Shopware gibt es Varnish direkt aus der Box. Bei OXID brauchen Sie eine Enterprise Edition oder unsere innovative Lösung Varnish Cache Performance. Die große Kunst ist hier, nicht Varnish einzuschalten, sondern es richtig zu konfigurieren. Bitte überprüfen Sie, ob es wie erwartet funktioniert, sonst haben Sie es falsch konfiguriert.
JavaScripts und CSS vereinen Je weniger Dateien fürs Laden einer Seite notwendig sind, desto schneller wird die Seite geladen. Daher empfiehlt es sich, alle CSS Dateien und JavaScripts in so wenig Dateien wie möglich zu vereinen, im Idealfall - 1 JavaScript-Datei und 1 CSS-Datei. Manchmal ist es sogar sinnvoll die kleinsten CSS oder JavaScript Code Snipets direkt in HTML einzuschließen.
 
Lazy Loading nutzen Nutzen Sie Lazy Loading, damit die Nutzer die Inhalte schnellstmöglich sehen. Die Inhalte aus den unsichtbaren Bereichen können immer noch nachgeladen werden.
unnötige Module und Plugins abschalten Oft weniger ist mehr! Je mehr Module und Plugins Sie nutzen, desto langsamer ist Ihr Shop. Und oft ist der Nutzen geringer als der Schaden durch die Verlangsamung Ihres Onlineshops. Sie müssen wirklich gute Argumente haben (am besten statistisch bewiesen), warum ein Modul oder Plugin aktiv bleiben soll. Dieses Problem ist enorm wichtig bei Onlineshops mit über 20 Modulen.
unnötige Inhalte entfernen Nicht alle Inhalte, die Sie für wichtig für Ihre Kunden halten, sind auch solche. Führen Sie A/B Tests durch, um die Wichtigkeit der Inhalte zu überprüfen und entfernen Sie alle Inhalte, die für Ihre Kunden in der Tat unwichtig sind. Dadurch wird die Anzahl von Serverabfragen reduziert und die Ladezeiten werden verkürzt.
Refactoring von Code Die modernen Shopsysteme sind kompliziert, und es gibt diverse Lösungsalternativen für für das eine oder andere Problem. Nicht immer entscheiden sich die Programmierer/Kunden für die optimale Lösung. Auch eine schlechte Code-Qualität kann zu Performance Problemen führen. Bestimmen Sie mithilfe von Profiling die Schwachstellen und lassen Sie ein Code-Refactoring machen, um die Code-Qualität und die Performance Ihres Onlineshops zu verbessern.
 

Optimierung der Usability

Eine allgemeine Optimierung der Usability ist in jedem Shop wichtig, denn diese hat einen direkten Einfluss auf Ihre Conversion Rate und letztendlich auf den Umsatz. Je besser die Usability in Ihrem Shop sein wird, desto mehr werden Sie verkaufen. Denken Sie daran, eine Anpassung der Farben und schönere Banner ist keine Usability-Optimierung! Bei der Usability geht es in erster Linie darum, dem Nutzer zu helfen, das richtige Produkt schneller zu finden. Dafür sind sowohl visuelle als auch funktionelle Änderungen in Ihrem Shop notwendig. Man muss nur, die Antwort auf die Frage zu finden “Wie kann ich die Zeit des Kunden sparen?”.

 

To Do‘s

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Optimierung des Responsive Designs für mobile Nutzer Auch wenn es scheinbar banal klingt, ist es für viele Shopbetreiber immer noch die schwierigste Herausforderung. Die beste Metrik hierfür ist die Conversion Rate für Mobile User - ist diese kleiner oder gleich wie bei den Desktops, ist Ihr Shop definitiv optimierungsbedürftig!
Verwenden Sie Produktmerkmale Filter nach Produktmerkmalen helfen den Kunden, das richtige Produkt schneller zu finden. Erstellen Sie nicht die Produktmerkmale, die Sie einfach können, sondern solche, die bei der Produktauswahl wirklich hilfreich sind, bieten Sie mehr Arten von Produktattributen an, als der Wettbewerb!
Optimieren Sie Ihren Kategoriebaum Der Kategoriebaum soll informativ und übersichtlich sein, und am besten nicht mehr als als 2-3 Ebenen beinhalten. Die Kategorienamen sollen kurz und eindeutig sein. Denken Sie daran, lieber mehr Produktmerkmale und weniger Kategorien, als umgekehrt. Wenn Sie trotzdem zu viele Kategorien haben, bieten Sie dem Nutzer ein Megamenü an.
Verkürzen Sie die Anmeldung Je weniger die Kunden tippen, desto schneller kommen sie zum Ziel - dem Kauf! Daher halten Sie die Anmeldung so kurz wie möglich oder schaffen Sie diese komplett ab, wenn Sie es sich leisten können.
Nutzen Sie Breadcrumbs-Navigation
(Brotkrümelnavigation)
Der Nutzer springt sehr oft zwischen den Produkt-, Unterkategorie- und Kategorieseiten, das soll mithilfe von Breadcrumbs bequem und einfach erfolgen. Die Breadcrumbs-Navigation sollte gut sichtbar sein und am besten an einer Stelle unabhängig von der Seitenart platziert werden.
Zeigen Sie die Historie Zeigen Sie dem Verbraucher die Produkte, die er sich angeschaut hat, vielleicht wird er eines davon doch kaufen!
Bieten Sie den Nutzern Merkzettel und Produktvergleich an Kommen die Kunden zurück zu Ihnen? Bieten Sie ihnen einen Merkzettel an. Lassen Sie den Warenkorbinhalt für längere Zeit speichern. Ist es schwierig ein Produkt auszuwählen, erlauben Sie den Kunden, die Produkte zu vergleichen.
Bieten Sie Neuheiten und Angebote über gesonderten Kategorien an Bieten Sie den Schnäppchen-Jägern und den auf Neuheiten fixierten Kunden, die Möglichkeit an, gewünschte Produkte schneller zu finden.
Machen Sie den Miniwarenkorb gut sichtbar und informativ Der Miniwarenkorb sollte den Nutzer daran erinnern, dass er noch eine Bestellung aufzugeben hat. Diese soll visuell gut hervorgehoben sein und Informationen über Inhalt (entweder Produktanzahl oder Bestellwert) beinhalten.
Kundenvorteile hervorheben Machen Sie dem Kunden deutlich, welche Vorteile er bekommt, wenn er in Ihrem Shop einkauft. Es können kostenlose Lieferungen, kostenlose Retouren, extraschnelle Lieferung, Geld-Zurück-Garantie, kompetente Fachberatung, anonyme Beratung, Bonus-Programm, Spendenaktion etc sein. Am besten sollen die Kundenvorteile an allen Seiten Ihres Shops gut sichtbar sein.
Vertrauensstiftende Informationen hinzufügen Die Gütesiegel sind hilfreich, am besten im Header, so werden diese auf allen Seiten an der gleichen Stelle gezeigt. Auch sonstige Vorteile, die Sie dem Kunden anbieten, können hier platziert werden. Motivieren Sie den Kunden zusätzlich, den Kauf abzuschließen, indem Sie z.B. einen Gutschein für den nächsten Kauf oder ein kleines Geschenk versprechen.

Optimierung der Suche

In keinem Shopsystem ist die Suchfunktion gut genug! Der Shopbetreiber kat grundsätzlich nur zwei Lösungsalternativen:

  • cloudbasierte Such-Lösungen wie DooFinder. Diese Lösung passt gut für Shopbetreiber, bei denen die Suche ein richtig kompliziertes Thema ist, und künstliche Suchintelligenz voraussetzt. Dies ist die teurere Alternative.
  • Shop-Module, die auf Sphinx, Elastic Search oder anderen Open-Source Searchengines basieren. Diese Lösung passt gut für Shopbetreiber, die mehr Kontrolle über Suchergebnisse haben wollen und bei denen die Suchszenarien nicht zu kompliziert sind. Dies ist die günstigere Alternative.

To Do‘s

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Spezielle Lösung für Suche auswählen Entscheiden Sie, welche Lösungsalternative für Suchfunktion in Ihrem Onlineshop besser ist.
Bieten Sie den Kunden automatische Vorschläge mit Produktbildern an Schon während der Kunde seine Suchkombination eintippt, kann man ihm eine “visuelle” Hilfe anbieten.
Bieten Sie dem Nutzer die Möglichkeit an, die Suchergebnisse zu segmentieren Optimieren Sie die Suchergebnisseite, indem Sie hier weitere Filtermöglichkeiten anbieten, z.B. Filter, Kategorien, Sortierung nach wichtigen Kriterien anbieten, z.B. Popularität, Suchrelevanz, Name.
Wählen Sie die bessere Standardansicht für Suchergebnisse Bestimmen Sie statistisch, ob für Ihren Shop eine Karten- oder Listenansicht besser ist.

Optimierung des Warenkorbes

Die Hauptaufgabe der Warenkorbseite ist, den Kunden zu motivieren, zum Checkout über zu gehen.
 

To Do‘s

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Nicht direkt zum Warenkorb weiterleiten Lassen Sie den Kunden bestimmen, ob er zum Warenkorb gehen möchte, nachdem er die Ware in den Warenkorb gelegt hat. In diesem Popup Fenster könnte man dem Kunden Zubehörprodukte anzeigen, oder die Produkte aus der Rubrik “Kunden kauften auch” zeigen.
Lassen Sie den Kunden da, wo er sich gerade befindet.
 
Zeigen Sie alle notwendigen Produktinformationen Das ausgewählte Produkt sollte über das Foto klar und eindeutig identifizierbar sein, zeigen Sie dem Kunden die von ihm ausgewählte Produktoptionen an. Der Produktname sollte mithilfe eines Links zum Produkt führen, falls der Kunde nochmal zum Produkt gehen möchte. Zeigen Sie auch die Versanddauer, damit die Kunden sehen, dass Sie das Produkt richtig schnell bekommen.
Zeigen Sie Produkt-Badges (Neu, Sales, Hit, etc.) Auch im Warenkorb ist es wichtig, Info-Badges zum Produkt zu zeigen.
Miniwarenkorb mit Warenkorb und Checkout verlinken Es sollte die Möglichkeit geben, vom Miniwarenkorb direkt zum Checkout oder zum Warenkorb zu gehen.
Einfache Änderungen zulassen Es sollte einfach sein, die Anzahl der bestellten Produkte zu verändern (am besten mit zusätzlichen Buttons dafür) oder das Produkt aus dem Warenkorb komplett zu entfernen oder dieses zum Merkzettel zu verschieben.
Zur-Kasse-Button hervorheben Der Button sollte groß genug und gut sichtbar sein, damit die Kunden sich verpflichtet fühlen, auf den Button zu klicken
Behalten Sie den Warenkorb für Kunden solange es geht Oft kommen die Kunden zurück und sind gezwungen, die Produkte in den Warenkorb erneut zu sammeln. Sparen Sie denen den Aufwand für sie, indem Sie den Warenkorb auch für längere Zeit speichern (z.B. für 4 Wochen).
Ersetzen Sie das Feld für den Gutschein mit einem Checkbox “Haben Sie einen Gutschein?” Und verstecken Sie den Button “Gutschein einlösen”. Auf dieser Seite sollte es so wenig Buttons wie möglich geben. Dies würde ermöglichen, die Ansicht zu vereinfachen und hilft den Kunden, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich auf den Zur-Kasse-Button!
Aktualisieren Sie den Warenkorb, ohne die Seite komplett neu zu laden Lassen Sie die Aktualisierung des Warenkorbs so umprogrammieren, dass es ohne Aktualisierung der Seite geschieht. So sparen Sie die wertvolle Zeit des Kunden, und die Ressourcen Ihrer Server-Infrastruktur.
Vertrauensstiftende Informationen hinzufügen Ergänzen Sie die Warenkorbseite mit Gütesiegel. Auch sonstige Vorteile, die Sie dem Kunden anbieten, können hier platziert werden.

Optimierung des Bestellprozesses (Checkouts)

Die Optimierung des Checkouts ist eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Onlineshop- Optimierung, denn etwa etwa 70-80% Ihrer potenziellen Kunden springen hier ab. Es gibt keine einheitlichen Regel, die gleich gut für alle Shopbetreiber gilt. Somit sind viele A/B Tests durchzuführen, bevor man einen für sich ideellen Bestellprozess bestimmt.
 

To Do‘s

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Express-Kauf ermöglichen Kaufen die Kunden oft Produkte einzeln? Bieten Sie denen Amazon Payment und Express-Kauf per PayPal an, damit die das Produkt direkt von der Produktdetailseite kaufen können.
Eliminieren Sie die erste Seite mit der Auswahl des Kundentyps Die Seite des Checkouts, auf der der Kunde entscheiden soll, ob er als Gast bestellt, sich registrieren oder anmelden möchte, sollte es gar nicht geben. Gehen Sie davon aus, dass die absolute Mehrheit der Kunden als Gast bestellen wird, deshalb kann man den Kunden direkt zum Formular mit Kontaktdaten führen. Ganz unten kann man eine Checkbox hinzufügen “Konto anlegen” und Vorteile der Registrierung auflisten. Für registrierte Kunden kann man seitlich die Möglichkeit anbieten, sich anzumelden.
Vereinfachen Sie das Formular mit Kontaktdaten Eliminieren Sie alle Felder, die Sie nicht wirklich brauchen. Es reicht nur ein Freifeld für die Telefonnummer. Überlegen Sie sich gut, ob Sie das Geburtstagsdatum abfragen wollen. Vereinfachen Sie die Anrede - Radiobutton mit Angabe “Herr” oder “Frau” reicht, treffen Sie die Vorauswahl je nachdem, ob Männer oder Frauen die meisten Käufer in Ihrem Shop sind. Dasselbe gilt dafür, ob der Kunde eine Privatperson oder ein Unternehmen ist, auch hier ist die Vorauswahl hilfreich.
Verkürzen Sie die Anzahl der Schritte im Checkout Legen Sie die Auswahl der Versand- und der Zahlungsart auf eine Seite zusammen. Eliminieren Sie alle Seiten im Checkout, die eliminierbar sind. Denken Sie daran, je weniger Klicks der User macht, desto wahrscheinlicher wird er den Kauf abschließen.
Ablenkungen eliminieren Eliminieren Sie alle Inhalte, die den Nutzer von dem Kauf ablenken - Kategorien, Icons für Merkzettel, Mein Konto, Miniwarenkorb, Suchfeld und alle sonstigen Links, die zum Verlassen des Checkouts führen.
Vertrauensstiftende Informationen hinzufügen Auch im Checkout sind Gütesiegel hilfreich. Motivieren Sie den Kunden zusätzlich, seinen Kauf abzuschließen, indem Sie z.B. einen Gutschein für den nächsten Kauf oder ein kleines Geschenk versprechen.
Vermeiden Sie die Änderung des Endbetrages während des Checkouts Viele Kunden springen wegen der verdeckten Kosten oder Änderung des Endbetrages ab. Vor allem hohe Versandkosten können den Besucher abschrecken und sind unbedingt zu vermeiden. Wenn möglich, bieten Sie Ihren Kunden einen kostenlosen Versand an, denn Sie können diese Kosten bereits im Produktpreis berücksichtigen.
Automatische Vervollständigung der Adresse anbieten So werden Sie Fehler bei der Adresseingabe reduzieren und die Zeit des Kunden für die Adresseingabe einsparen. Füllen Sie die Stadt automatisch mit der Eingabe der PLZ aus.
Bieten Sie mehr als eine Versandart an Es gibt Kunden, die das Produkt schnellstmöglich erhalten wollen und die bereit sind dafür zu zahlen, die anderen wollen das Produkt so günstig wie möglich bekommen. Decken Sie die Bedürfnisse von beiden Kundentypen ab, indem Sie sowohl den Standard- als auch den Express-Versand anbieten.
Bieten Sie den Kunden populäre Zahlungsarten an Allgemein populäre Zahlungsarten sind (absteigend): Zahlung auf Rechnung (wenn Sie sich es leisten können, oder bis zu einem gewissen Warenkorbwert), PayPal, Lastschrift, Vorkasse, Bezahlen über Amazon, Kreditkarte, abgesicherte Zahlung auf Rechnung, abgesicherte Lastschrift, SOFORTÜberweisung, Giropay, Finanzierung, Ratenkauf, Nachnahme.

Optimierung der Startseite

Es ist die Startseite, die die meisten Nutzer Ihres Shops sehen werden - es gibt welche, die über die Startseite reinkommen und welche, die auf der Startseite als einer Zwischenstation landen, um weiter zu gehen. Ganz wichtig ist zu verstehen, dass es die Aufgabe der Startseite ist, den Besucher weiter zu lenken, nicht zu verkaufen! Die Aufgabe der Startseite ist es, das Interesse des Besuchers zu wecken oder aufrecht zu erhalten. Deshalb sollte die Startseite nicht zu wenig, und gleichzeitig nicht zu viel Informationen bieten.
 

To Do‘s

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unnötige Informationen beseitigen Viele Shopbetreiber tendieren dazu, die Startseite mit unnötigen Informationen (vor allem mit zu vielen Bildern) zu überladen. Mithilfe von Statistiken kann man allerdings sehr gut erkennen, wo die Besucher klicken und wo nicht. Alles Unnötige ist zu entfernen.
Begrüßen Sie Ihre Kunden und übermitteln Sie Ihre Identität und Mission

Platzieren Sie einen einladenden Begrüßungstext und schaffen Sie den ersten positiven Eindruck von Ihrem Onlineshop. Geben Sie klar und deutlich an, wer Sie sind und was Sie anbieten. Der Besucher sollte hier die Antworten auf folgende Fragen finden:

  • Was wird hier angeboten?
  • Warum hier?
  • Welche Vorteile gibt es hier?
Schaffen Sie persönlichen Bezug Die Menschen wollen mit anderen Menschen und nicht mit Computern oder Servern tun haben. Schaffen Sie Bezug zum Eigentümer oder Geschäftsführer, z.B. mithilfe eines Fotos (z.B. im Familienkreis), damit die Kunden sehen, bei wem sie einkaufen.
Suchfeld hervorheben Hier werden viele Nutzer starten. Jeder Besucher soll innerhalb einer Sekunde das Suchfeld auf Ihrer Website finden. Falls die Suche für Sie besonders wichtig ist, sollte dieses Feld noch stärker hervorgehoben werden - so können Sie ein kleines Suchfeld im Header belassen und zusätzlich eis großes Suchfeld mittig auf der Seite platzieren.
USPs hervorheben Haben Sie welche? Wenn nicht, erfinden Sie welche und machen Sie diese für Ihre Kunden erkennbar.
Erhöhen Sie die Klickrate Platzieren Sie auf der Startseite die Inhalte, die Klicks generieren, die sogenannten Aufmerksamkeitscatcher - das können Angebote, Aktionen, Rabatte, populärste Produkte oder Kategorien sein.
Slider verkürzen Haben Sie einen Slider? Belassen Sie 2, maximal 3 Slides. Alle anderen werden sowieso kaum gesichtet, haben aber Einfluss auf die Performance.
Kontaktdaten hinzufügen Diese schaffen Vertrauen. Geben Sie am besten auch die Telefonnummer an, die Kunden sollten wissen, dass sie im Falle eines Problems eine schnelle Hilfe bekommen können.
Kundenbewertungen / Referenzen Wenn relevant, können Sie auch Kundenbewertungen oder Referenzen auf der Startseite als zusätzlichen Vertrauensfaktor zeigen.
Visuelle Präsentation der Inhalte verbessern Platzieren Sie die Inhalte visuell gut strukturiert und voneinander abgegrenzt. Die wichtigsten Elemente sollen zunächst kommen. Sind irgendwelche Themen verwandt? Platzieren Sie diese nah aneinander.

Optimierung der Kategorieseite

Das Hauptziel einer Kategorieseite ist es, dem User zu helfen, das richtige Produkt zu finden. Die Vorauswahl geschieht auf der Kategorieseite. Wenn der User zu oft zum Produkt und wieder zurück zu der Kategorieseite springt, wird er schnell müde und verlässt Ihren Shop. Versuchen Sie alle vermuteten Eigenschaften, die als KO-Kriterien für ein Produkt dienen können, direkt auf der Kategorieseite zu platzieren, z.B. Materialbezeichnung, Gewicht, Größe etc.

Im Vordergrund der Optimierung einer Kategorieseite sollte immer der Mehrwert für den Nutzer stehen! Diese ist im Prinzip genauso wichtig wie die Startseite, sollte aber auf eine Gruppe der Produkte (durch diese Kategorie bestimmt) ausgerichtet sein. Von anderer Seite ist die Kategorieseite “Zwischenstation” für den Nutzer und sollte diesen nicht zu lange aufhalten, den Verbraucher aber effizient zu einem Ziel zu führen. Es ist die Kunst, hier die goldene Mitte für jeden Shopbetreiber zu finden. Ein einheitliches Erfolgsrezept gibt es hier nicht.

Der Kategoriebaum sollte logisch und verständlich für eine absolute Mehrheit Ihrer Besucher aussehen. Es ist empfehlenswert, nicht mehr als drei Kategorieebenen zu haben. Die Kategorienamen sollten für Benutzer eindeutig und informativ sein. Nutzen Sie Filter statt Kategorien, wenn ein Kunde nach dem gewünschten Produkt mit mehr als einer Kategorie sucht, z.B. Hemd ist eine Kategorie, Stil und Farbe eines Hemdes sind als Filter anzubieten, nicht als Kategorien.

Falls eine Kategorie Unterkategorien hat, sollten diese gut visualisiert und hervorgehoben werden, die Reihenfolge ist wichtig. Heben Sie die populärsten Unterkategorien hervor.
 

To Do‘s

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Nutzen Sie Kategoriebilder Testen Sie, ob in Ihrem Fall ein Kategoriebild Sinn macht oder nicht.
schreiben Sie kurze und informative Texte Schreiben Sie Texte für Kategorieseiten, aber nur so, dass diese für die Menschen einen echten Mehrwert bieten. Die Texte, die Sie nur aus SEO-Sicht platzieren wollen, werden keine Dienste leisten.
Nutzen Sie einen oder mehrere Banner um ein emotionales Einkaufserlebnis für Ihre Kunden zu schaffen (wenn es in Ihrem Fall Sinn macht) oder zusätzliche Informationen dem Besucher zu vermitteln, z.B. dass es auf alle Produkte in dieser Kategorie ab dem Preis XX einen Rabatt iHv YY% gibt, oder dass die Produkte aus einer neuen Kollektion eingetroffen sind. Die Produkte einer Marke in der Kategorie können neu eingetroffen oder ebenfalls rabattiert sein etc.
Bieten Sie Ihrem Nutzer nur grafische Ansichten für Produktkachel, die wirklich hilfreich sind Jede grafische Ansicht sollte die wichtigsten Informationen für Kunden bereitstellen, die diese Ansichten nutzen - ganz oft sollte in einer ein großes Bild in einer anderen mehr Informationen bereitgestellt werden.
Heben Sie Ihre Produkte hervor Bestseller, neu eingetroffene Waren, Sonderangebote können besonders, z.B. mit Stickers und Badges, hervorgehoben werden.
Heben Sie rabattierte Preise hervor Nutzen Sie die durchgestrichenen Preise oder andere Arten, um zu zeigen, dass die Kunden einen vorteilhaften Preis für ein Produkt bekommen.
Bieten Sie den Nutzern qualitative Filter an Diese sollen sein: gut sichtbar, richtig schnell, informativ, bequem nutzbar, schnell zurücksetzbar, teilweise oder komplett. Mehr als ein Wert sollte auswählbar sein.
Bieten Sie den Kunden mehrere Sortiermöglichkeiten an z.B. nach dem Preis, Beliebtheit, Neuheit, Bewertungen und sonstigen Kriterien. Der Endkunde sollte die Produkte aufsteigend oder absteigend nach dem gewünschten Kriterium sortieren können. Enorm wichtig ist die Default-Sortierreihenfolge. Diese hat sehr große Bedeutung für die Conversion. Man könnte zum Beispiel zunächst die populärsten Produkte zeigen und dann alle anderen nach dem Preis aufsteigend auflisten. Zeigen Sie die Produkte, die Sie noch nicht haben, ganz am Ende der Liste.
Bieten Sie dem Benutzer mehr Informationen für die Produkte mit Varianten Es ist nicht schön, wenn ein Kunde erst auf der Produktseite erfährt, dass der Schuh in seiner Größe oder gewünschter Farbe doch nicht vorhanden ist. Deshalb sollen diese Produktinformationen am besten direkt auf der Kategorieseite platziert werden, um für den Benutzer die Anzahl der unnötigen Klicks zu sparen.
Zeigen Sie dem Nutzer die Historie aller besuchten Produkte Am besten unten auf der Kategorieseite. Heben Sie diesen Block hervor, damit der Besucher weiß, dass ihm hierbei geholfen wird. Es ist sehr gut möglich, dass der Käufer sich für ein Produkt entscheidet, das er sich bereits vorher angeschaut hat.

Optimierung der Produktdetailseite

Auf der Produktdetailseite wird der Nutzer entscheiden ob er ein Produkt kauft, und zwar in Ihrem Onlineshop, oder nicht. Auf der Produktseite wird der Kunde die Antworten auf folgende Fragen suchen:

  • Warum gerade dieses Produkt?
  • Warum in diesem Onlineshop?

Hier soll das Produkt im besten Licht präsentiert werden. Es sind die Qualität der Produktbilder und Produktinformationen, die einen entscheidenden Einfluss auf die Kaufentscheidung eines Nutzers ausüben werden.
 

To Do‘s

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Bieten Sie den Nutzern zahlreiche und qualitative Produktbilder an die erlauben, das Produkt allseitig zu studieren, am besten in voller Displaygröße. Für die meisten Onlineshops wird die Qualität der Produktbilder die wichtigste Rolle spielen, besonders wenn das Äußere für das Produkt wichtig ist.
Zeigen Sie dem Nutzer ein richtig großes Hauptbild für ein Produkt Die Menschen beurteilen Bilder viel schneller als Texte, die meisten Produkte werden von Ihren potenziellen Kunden nur aufgrund der Bilder wahrgenommen, ohne irgendwelche Texte zu lesen.
Nutzen Sie keine Produktbeschreibung des Herstellers denn diese führen zu Duplicate Content. Zu viele Onlineshops nutzen die Produktbeschreibungen des Herstellers, jeder aus eigenem Grund. Hauptgrund sind oft die zu hohe Kosten, um eine eigene Produktbeschreibung zu erstellen, und ja, nicht für alle wird sich der Aufwand lohnen.
Erstellen Sie eine aussagekräftige und qualitative Produktbeschreibung wenn einem Nutzer mit geschlossenen Augen Ihre Produktbeschreibung vorgelesen wird und er sich das Produkt sehr gut vorstellen kann, dann ist es eine gelungene Produktbeschreibung. Diese sollte möglichst Anworten auf alle wichtigsten Fragen beinhalten und gleichzeitig den Kunden zum Kauf animieren. Nutzen Sie ein PIM-System, um qualitative Produktbeschreibungen zu erstellen, z.B. TreoPIM.
Strukturieren Sie die Produktinformationen Strukturieren Sie die Produktinformationen, so dass jeder potenzieller Käufer die Information, die gerade für Ihn wichtig ist, innerhalb von weniger Sekunden findet.
Nutzen Sie zusätzliche Bilder in der Produktbeschreibung um ein Feature oder Besonderheit besser hervorzuheben.
Machen Sie sehr genaue Angaben zu Produkten um die Retourenquote zu senken, z.B. ob die Größe zu groß oder zu klein ausfällt, ob es eng geschnitten ist, Länge der Ärmel etc.
Nutzen Sie Fragen mit Antworten, Kommentare und Bewertungen Geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit an, Fragen zu stellen, Kommentare und Bewertungen zu schreiben. Wenn die Nutzer keine Kommentare schreiben, denken Sie daran, die Bewertungen von anderen Services einzubinden.
Machen Sie die “Steuerelemente” gut sichtbar Der “Kaufen”-Button sollte vom Kunden auf der Produktdetailseite innerhalb einer Sekunde gesichtet und wahrgenommen werden. Die zusätzlichen Auswahlmöglichkeiten (z.B. für Variantenauswahl, zusätzliche Optionen etc.) sollen am besten direkt oberhalb des Buttons platziert werden.
Zurück-Button Der Nutzer soll ohne großen Mühen zurück zu Kategorieseite gelangen, um eine andere Produktdetailseite schnell und unkompliziert aufzumachen. Hierbei sollen alle gesetzten Filter, Sortier- und andere Parameter beibehalten werden, damit der Kunde sich auf dieser Seite schnellstmöglich wiederfindet und weitersuchen kann.
Bieten Sie den Nutzern assoziierte Produkte an Falls es einen Mehrwert für Endkunden schafft, bieten Sie zusätzliche Produkte an, die in einer Relation zum geöffneten Produkt stehen. Es könnten sein: Sets und Bundles, Ersatzteile, Zubehör, Cross-Selling oder Up-Selling Produkte.
Machen Sie Zusatzangaben wenn diese für den User als zusätzlicher Anreiz, das Produkt gerade bei Ihnen zu kaufen, dienen können. Geben Sie die Lieferzeit und die Versandkosten an. Auch die Teilnahme an einem Bonusprogramm kann interessant erscheinen. Bieten Sie Neukundenrabatte an!
Bieten Sie dem Nutzer zusätzliche "Vorteile" an, wenn er das Produkt bei Ihnen kauft Es können diverse Marketing- und Promotionmaßnahmen sein: Geschenke, Rabatte, Aktionspreise, Bonus-Programm, Kleinerer Preis für Kombination mit einem anderen Produkt etc.
Zeigen Sie dem Käufer die Historie aller besuchten Produkte Am besten unterhalb auf der Kategorieseite. Heben Sie diesen Block hervor, damit der Besucher weiß, dass ihm hierbei geholfen wird. Es ist sehr gut möglich, dass der Nutzer sich für ein Produkt entscheidet, das er sich bereits vorher angeschaut hat.

Optimierung des Sortiments

Darüber ob ein Shop verkauft oder nicht, und wie gut, entscheidet letztendlich das Sortiment und die Preise. Wenn Sie einen technisch gesehen tadellosen Onlineshop haben, aber mit einem schlechten Sortiment werden Sie kaum was verkaufen.

Das Produktsortiment muss reich genug, anlockend und interessant sein, denn viele Kunden wollen was Besonderes. Es ist statistisch bewiesen, dass viele potenzielle Kunden einen Shop verlassen, weil sie nichts finden können, weil es nichts Passendes gibt, nicht weil die schlecht suchen (dieses Thema ist im Detail im Kapitel Optimierung der Suche” behandelt).

Preise sind wichtig, aber nicht entscheidend. Oft kaufen Kunden zwei oder mehr Produkte lieber in einem Shop (auch wenn diese zusammen teurer sind), weil diese Produkte dann zusammen geliefert werden. Denken Sie darüber nach, welche Produkte würden Sie Ihren Kunden zusammen mit einem Produkt für einen Kauf empfehlen?

 

To Do‘s

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Erweitern Sie Ihr Produktsortiment Denken Sie daran, je mehr Produkte Sie anbieten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein durchschnittlicher Kunde ein passendes Produkt findet und kauft. Dies steigert letztlich auch die Conversion Rate.
Nutzen Sie ein PIM-System um alle Prozesse, die mit dem Produktsortiment und Qualität der Produktdaten zu tun haben, zu optimieren. Arbeiten Sie mit mehr Lieferanten zusammen.
Passen Sie das Produktsortiment schneller an die aktuellen Trends an Verschlafen Sie keine Trends, und aktualisieren Sie Ihr Sortiment rechtzeitig oder, besser sogar, bilden Sie die Trends selbst.
Bieten Sie qualitative Cross- und Up-Selling Angebote an Es geht nicht darum, irgend was als Cross- oder Up-Selling anzubieten, es geht vielmehr darum, dass diese Empfehlung dem Kunden einen Mehrwert bieten soll, z.B. im Fashionbereich kann es ein “Look” sein, die Gruppe von Produkten, die sehr gut zusammen passen, und einen Stil für den Käufer schaffen.

Optimierung der Marketingmaßnahmen

Marketingmaßnahmen sind mühsam, aber sehr nützlich, wenn Sie es geschafft haben, viele Besucher zu Ihrem Onlineshop zu locken. Dank Marketingmaßnahmen kann man die Verkäufe richtig ankurbeln. Nutzen Sie dafür diverse Möglichkeiten an:

  • Aktionspreise und Sonderangebote
  • Badges - Neu, Sale, Populär etc
  • Rabatte, Neukundenrabatte
  • Gutscheine
  • 2 Artikel zum Preis von einem
  • Artikel-Sets
  • Zeitlich begrenzte Angebote
  • limitierte Angebote
  • und sonstige Promotions.

Nutzen Sie Aktionspreise und Sonderangebote, um die Besucher mit besonders günstigen Preisen zu locken und anschließend tragen Sie dazu bei, dass der Kunde mehr als nur das beworbene Produkt kauft.

Das Ziel von Marketingmaßnahmen sollte es nicht nur sein, die absolute Zahl der Verkäufe, sondern auch den durchschnittlichen Warenkorbwert zu erhöhen. Das Wichtigste dabei ist die richtige visuelle Hervorhebung. Die Kunden sollen erfahren, dass es in Ihrem Shop ein besonderes Kauferlebnis gibt, das die Konkurrenten nicht oder nicht in dem Ausmaß anbieten wie Sie.

Den eigenen Erfolg dabei kann man mithilfe von Google Analytics sehr gut messen.
 

To Do‘s

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Passende Module für Marketingaktivitäten installieren Bestimmen Sie die wichtigsten Marketingmaßnahmen für Ihren Onlineshop und finden Sie die Module, die Ihnen helfen, diese erfolgreich umzusetzen.
Shop-Templates anpassen Passen Sie Ihre Templates an, um die vorhandenen Marketingmaßnahmen hervorzuheben.

Bitte denken Sie daran, dass die in Ihrem Shop getroffene Marketingmaßnahmen keine Auswirkung auf die Zahl der Shopbesucher haben wird. Wenn Ihr Shop zu wenig Besucher hat, werden Ihnen die Marketingmaßnahmen kaum helfen, und werden dafür aber ziemlich aufwendig sein.

SEO und Werbung für Onlineshops

Suchmaschinenoptimierung für Onlineshop ist genauso wichtig wie für jede andere Website. Denken Sie aber daran, dass SEO-Maßnahmen notwendig, aber nicht ausreichend sind, um einen erfolgreichen Shop zu haben. Es mögen noch Nischen vorhanden sein, bei denen SEO-Tätigkeit voll und ganz ausreichen, um Erfolg zu haben. Solche sind mir aber nicht mehr bekannt. Die Konkurrenz gibt es inzwischen überall.

 

To Do‘s

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Optimieren Sie die Meta Titles und Meta Descriptions Meta Titles und Meta Descriptions sind enorm wichtig bei der Suchmaschinenoptimierung eines Onlineshops, denn diese tragen dazu bei, ob ein potentieller Kunde eine Seite Ihres Shops aufruft oder nicht, weil dieser auf der SERP-Seite zunächst nur diese sieht. Entscheiden Sie, ob Sie diese manuell oder automatisch optimieren und sorgen Sie dafür, dass diese immer optimiert werden.
Nutzen Sie H1 und H2 überschriften Strukturieren Sie Ihre Produktbeschreibungen gut und nutzen Sie dabei aussagekräftige H1 und H2 Überschriften.
Schreiben Sie aussagekräftige SEO-Texte für Kategorie und Unterkategorieseiten diese sind wichtig, damit Google & Co Ihre Seiten aus SEO-Sicht richtig für gewünschte Keywords “einstufen”.
Erstellen Sie zusätzliche Landing-Pages Erstellen Sie in Ihrem Shop zusätzliche Seiten, die einen Mehrwert für Ihre Besucher schaffen, z.B. Brand-Shops, Themenseiten, Seiten für Produktserien etc. Wenn diese Seiten wirklich Mehrwert für Ihre Besucher schaffen, werden diese von Google & Co auch hervorgehoben. Diese Seiten können auch sehr gut für Online Werbung genutzt werden.
Betreiben Sie Content Marketing Wenn Sie sich es leisten können, führen Sie einen Blog, schreiben Sie hilfreiche Texte für Ihre Besucher. Schreiben Sie Texte, die helfen, eine richtige Auswahl zu treffen oder die Kunden in bestimmten Themen beraten. Content Marketing ist sehr teuer, macht aber nur langfristig Sinn, wenn Sie es starten, seien Sie bereit, je nach Ihren Themen 6 bis 12 Monate Zeit zu investieren, um die ersten Ergebnisse zu sehen.

Aus unserer Praxis kann ich behaupten, dass die erfolgreichsten Onlineshops bis zu 50% der Umsätze mithilfe von Werbung (AdWords, Facebook, Instagram) generieren. Dies korreliert auch mit besseren Positionen in SEPR für die entsprechenden Keywords. Daher erwarten Sie nicht zu viel von Ihren SEO-Tätigkeiten, wenn Sie nicht bereit sind, in AdWords & Co zu investieren, wenn Ihre Konkurrenten es bereits tun.

Optimierung des Kundenservice und Prozesse

Die Transparenz der Beziehungen zwischen den Onlinehändlern und Käufern wird immer stärker. Wenn ein Kunde unglücklich ist, schreibt er eine negative Bewertung über Ihren Onlineshop und die anderen potenziellen Kunden werden es sofort erfahren, und einige von denen werden nie Kunden werden.

Deshalb ist die Optimierung der Prozesse, die mit der Verkaufsabwicklung und nachträglichem Support der Kunden zu tun haben ebenfalls wichtig, auch wenn diese nicht direkt in die Shop-Optimierung fallen.
 

To Do‘s

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Versenden Sie die Bestellungen so schnell wie möglich und informieren Sie den Kunden über den aktuellen Status der Bestellung. Der informierte Kunde ist immer glücklicher.
Nutzen Sie ein Helpdesk um Kundenanfragen schnell und effizient zu bearbeiten (ein zufriedener Kunde bestellt ein zweites Mal und sagt es allen Freunden!)
Sorgen Sie für gute Bewertungen um Kundenvertrauen zu gewinnen. Es ist egal ob dieser Kunde nochmal kauft. Seine Bewertung werden aber die anderen sehen und lesen.
Wenn möglich, bieten Sie kostenlose Retouren an Wenn Sie eine hohe Retourenquote haben, verstehen Sie warum und passen Sie die Produktbeschreibungen an. Die Retouren sollen am besten kostenlos sein.

Erstellung eines neuen Onlineshops

Wenn Sie mit dem bisherigen Onlineshop aus irgendeinem Grund nicht zufrieden sind, mag die Erstellung eines komplett neuen Shops die beste Optimierung sein, denn so kann man die gesetzten Ziele am schnellsten und am günstigsten erreichen. Gerade wenn der bisherige Shop zu lange ohne Updates und ohne Acht gelassen wurde, ist die Erstellung eines neuen Onlineshops eine richtig gute Alternative.

Lassen Sie sich in diesem Fall von einer kompetenten E-Commerce Agentur beraten, oder besser noch von zwei.

Und wenn Sie darüber nachdenken, einen komplett neuen Onlineshop erstellen zu lassen, kann die Umstellung auf eine andere Shopsoftware neue Möglichkeiten eröffnen. Es macht wenig Sinn, eine alte Shopsoftware zu nehmen und dort die Funktionen erstellen lassen, die es z.B. in einer anderen Shopsoftware schon gibt - so sparen Sie Zeit und Geld, wenn Sie z.B. direkt auf die neue Shopsoftware umsteigen.
 

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Wählen Sie das richtige Shopsystem ausWählen Sie das richtige Shopsystem aus OXID 6, Magento 2, Shopware 5 - das sind die modernen Shopsysteme aus denen man auswählen sollte. Mit jedem Shopsystem kann man einen hochperformanten Onlineshop erstellen lassen. Jede Shop-Software hat eigene Vor- und Nachteile, die bei der Auswahl unbedingt zu berücksichtigen sind.
Wählen Sie die richtige Software-Edition aus Jedes Shopsystem bietet sowohl Community als auch andere Editions, die mehr Features anbieten, dafür für eine monatliche Gebühr zu haben sind. Die “höhere” Edition hat nicht unbedingt “besseren” Wert für den Anwender. Es sind die Total Cost of Ownership zu berücksichtigen.
Beauftragen Sie die richtige Agentur Es gibt viel zu viele Agenturen auf dem Markt. Und die richtige zu finden, ist keine einfache Aufgabe. Schauen Sie sich die Referenzen an und entscheiden Sie sich für eine die nicht die teuerste und nicht die günstigste ist, dafür aber sehr motiviert ist, ein gemeinsames Projekt mit Ihnen abzuschließen.

Weiterentwicklung und Ausbau des Onlineshops

Man kann unendlich in die Weiterentwicklung eines Onlineshops investieren, die wertvollste Erkenntnis dabei ist, dass nicht jede Idee umzusetzen ist, oder nicht jede umgesetzte Funktion im Shop auch zu belassen ist. Genau das ist der größte Fehler von vielen Onlinehändlern.

Ein anderes oft zu sehr vernachlässigter Effekt infolge der Weiterentwicklung ist die Verschlechterung der Performance. Jedes zusätzliche Modul oder Plug-in kann zur Verschlechterung der Ladezeiten und somit auch der Conversion Rate führen. Die Verschlechterung der Performance kann den positiven Effekt aus einer neuen Funktionalität komplett überdecken.

Wenn ein Onlineshop das “Reifestadium” erreicht hat (dh weitere Optimierungen sind kaum denkbar oder fraglich), ist es die beste Zeit, an einer richtigen Weiterentwicklung zu denken. Diese sollte primär durch A/B Testing geprägt sein, damit funktionelle Änderungen, die zur Verschlechterung der Conversion Rate geführt haben, aus Ihrem Onlineshop entfernt werden.

Ein gutes Beispiel sind die Banner auf der Startseite. Eine Agentur kann die Bilder auf der Startseite zu einem Zeitpunkt zwar optimieren, mit der Zeit wird der Shopbetreiber die alten optimierten Banner durch die neuen ersetzten, ob diese auch optimiert sind, ist eine sehr gute und berechtigte Frage. Am besten sollte hier die Firma eine Lösung vorschlagen, die dazu führt, dass alle neuen Banner und sonstigen Bilder immer vollautomatisch optimiert werden, egal ob diese hochgeladen oder aus der WaWi übertragen werden.
 

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Hören Sie mit einer willkürlichen Weiterentwicklung auf Messen Sie die Auswirkungen der neuen Features an Ihre Conversion Rate oder Umsatz mithilfe von A/B Tests.
Messen Sie immer die Auswirkung der neuen Funktionen auf die allgemeine Performance Achten Sie darauf, dass die Änderungen keinen negativen Einfluss auf Performance und Ladezeiten haben. Zu viele scheinbar nützliche Module können einen richtig guten Onlineshop lahm machen.
Sorgen Sie dafür, dass bei der Optimierung die Ursachen, nicht die Folgen optimiert werden. Fragen Sie bei Ihrer Internetagentur, ob die eine oder andere Optimierungsmaßnahme in der Zukunft auch durchzuführen ist, oder es ist eine einmalige Angelegenheit. Ihre Agentur sollte die Ursachen von Ineffektivitäten beseitigen, nicht die Folgen!

Viele Shopbetreiber denken, eine Onlineshop Optimierung ist eine einmalige Angelegenheit, leider ist es nicht so. Denken Sie auch daran, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung die vorher getroffenen Optimierungsmaßnahmen negativ beeinflussen und einige sogar komplett zunichte machen können, vor allem wenn diese Weiterentwicklung zur Erhöhung der Serverabfragen für das Herunterladen einer Seite oder zur Erhöhung der Bilderanzahl auf einer Seite und Erhöhung deren Größe führt. Die Optimierungsmaßnahmen sind in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Schlussfolgerung

Onlineshop Optimierung ist eine wichtige und kontinuierliche Aufgabe für jeden Shopbetreiber. Es gibt sehr viele Maßnahmen, die im Shop selbst und um den Shop herum zu treffen sind, um ein erfolgreiches Ergebnis zu bekommen. Es gibt kein für alle einheitliches Erfolgsrezept - eine effektive Maßnahme für einen mag komplett unwirksam für einen anderen sein. Deshalb ist es wichtig sicherzustellen, dass die Effekte infolge der Änderungen auch gut messbar sind.

Alle Optimierungsmaßnahmen können in zwei Gruppen aufgeteilt werden - qualitative, die die Conversion Rate beeinflussen und quantitative, die den Umsatz beeinflussen. Dabei ist natürlich wichtig zu verstehen, dass die Erhöhung der Conversion Rate immer zum Anstieg des Umsatzes führt, aber nicht jede Umsatzerhöhung ist das Ergebnis eines gestiegenen Conversion Rates.

Fast alle qualitative Maßnahmen sind mithilfe von A/B Test auf deren Effektivität zu testen, damit diese auch beibehalten werden. Nur eine Gruppe davon macht immer und für jeden Sinn, und bedarf somit keine A/B Tests, nämlich diejenige , die auf die Beschleunigung der Ladezeiten ausgerichtet sind.

Es ist durchaus möglich, dass Sie zwar eine gesunkene Conversion Rate bekommen, dafür aber einen höheren Umsatz, z.B. wenn Sie Ihre Werbekampagnen so umändern, dass die Kosten für die Klicks viel günstiger werden. Natürlich mag die Qualität des Traffics dafür auch absinken, aber wenn man die Umsätze mit den Kosten vergleicht, mag es für viele eine echte Optimierung sein. Die Conversion Rate für organischen Traffic sollte natürlich nicht absinken. Es sind die Zusammenhänge - die Ursachen und die Folgen richtig zu verstehen und zu deuten, um einen kontinuierlichen Erfolg bei einer Onlineshop Optimierung zu haben.