Optimierung der Usability

usability optimierung

Bei einer Onlineshop-Optimierung werden folgende Ziele angestrebt:

  • Erhöhung der Conversion Rate (qualitative Umsatzsteigerung)
  • Erhöhung der Umsätze (quantitative Umsatzsteigerung)
  • Senkung der Kosten (Einmalige und laufende Kosten)

Dieser Artikel ist ein Teil der Artikelserie mit Praxismaßnahmen für die Optimierung eines Onlineshops, welche helfen, die oben erwähnten Ziele zu erreichen. Hier können Sie sich auch mit folgenden Artikeln vertraut machen:

  1. Server- und Shopsystem-Optimierung
  2. Optimierung der Usability
  3. Seitenoptimierung in E-commerce
  4. Marketing, SEO und Kundenservice für Onlineshop

WICHTIG: Diese Artikelserie können Sie als Broschüre herunterladen, damit Sie die Infos jederzeit bequem und einfach zugreifen. Laden Sie die Broschüre über Praxismaßnahmen für eine Onlineshop-Optimierung hier herunter.

Optimierung der Usability

Eine allgemeine Optimierung der Usability ist in jedem Shop wichtig, denn diese hat einen direkten Einfluss auf Ihre Conversion Rate und letztendlich auf den Umsatz. Je besser die Usability in Ihrem Shop sein wird, desto mehr werden Sie verkaufen. Denken Sie daran, eine Anpassung der Farben und schönere Banner ist keine Usability-Optimierung! Bei der Usability geht es in erster Linie darum, dem Nutzer zu helfen, das richtige Produkt schneller zu finden. Dafür sind sowohl visuelle als auch funktionelle Änderungen in Ihrem Shop notwendig. Man muss nur, die Antwort auf die Frage zu finden “Wie kann ich die Zeit des Kunden sparen?”.

 

To Do‘s

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Optimierung des Responsive Designs für mobile Nutzer Auch wenn es scheinbar banal klingt, ist es für viele Shopbetreiber immer noch die schwierigste Herausforderung. Die beste Metrik hierfür ist die Conversion Rate für Mobile User - ist diese kleiner oder gleich wie bei den Desktops, ist Ihr Shop definitiv optimierungsbedürftig!
Verwenden Sie Produktmerkmale Filter nach Produktmerkmalen helfen den Kunden, das richtige Produkt schneller zu finden. Erstellen Sie nicht die Produktmerkmale, die Sie einfach können, sondern solche, die bei der Produktauswahl wirklich hilfreich sind, bieten Sie mehr Arten von Produktattributen an, als der Wettbewerb!
Optimieren Sie Ihren Kategoriebaum Der Kategoriebaum soll informativ und übersichtlich sein, und am besten nicht mehr als als 2-3 Ebenen beinhalten. Die Kategorienamen sollen kurz und eindeutig sein. Denken Sie daran, lieber mehr Produktmerkmale und weniger Kategorien, als umgekehrt. Wenn Sie trotzdem zu viele Kategorien haben, bieten Sie dem Nutzer ein Megamenü an.
Verkürzen Sie die Anmeldung Je weniger die Kunden tippen, desto schneller kommen sie zum Ziel - dem Kauf! Daher halten Sie die Anmeldung so kurz wie möglich oder schaffen Sie diese komplett ab, wenn Sie es sich leisten können.
Nutzen Sie Breadcrumbs-Navigation
(Brotkrümelnavigation)
Der Nutzer springt sehr oft zwischen den Produkt-, Unterkategorie- und Kategorieseiten, das soll mithilfe von Breadcrumbs bequem und einfach erfolgen. Die Breadcrumbs-Navigation sollte gut sichtbar sein und am besten an einer Stelle unabhängig von der Seitenart platziert werden.
Zeigen Sie die Historie Zeigen Sie dem Verbraucher die Produkte, die er sich angeschaut hat, vielleicht wird er eines davon doch kaufen!
Bieten Sie den Nutzern Merkzettel und Produktvergleich an Kommen die Kunden zurück zu Ihnen? Bieten Sie ihnen einen Merkzettel an. Lassen Sie den Warenkorbinhalt für längere Zeit speichern. Ist es schwierig ein Produkt auszuwählen, erlauben Sie den Kunden, die Produkte zu vergleichen.
Bieten Sie Neuheiten und Angebote über gesonderten Kategorien an Bieten Sie den Schnäppchen-Jägern und den auf Neuheiten fixierten Kunden, die Möglichkeit an, gewünschte Produkte schneller zu finden.
Machen Sie den Miniwarenkorb gut sichtbar und informativ Der Miniwarenkorb sollte den Nutzer daran erinnern, dass er noch eine Bestellung aufzugeben hat. Diese soll visuell gut hervorgehoben sein und Informationen über Inhalt (entweder Produktanzahl oder Bestellwert) beinhalten.
Kundenvorteile hervorheben Machen Sie dem Kunden deutlich, welche Vorteile er bekommt, wenn er in Ihrem Shop einkauft. Es können kostenlose Lieferungen, kostenlose Retouren, extraschnelle Lieferung, Geld-Zurück-Garantie, kompetente Fachberatung, anonyme Beratung, Bonus-Programm, Spendenaktion etc sein. Am besten sollen die Kundenvorteile an allen Seiten Ihres Shops gut sichtbar sein.
Vertrauensstiftende Informationen hinzufügen Die Gütesiegel sind hilfreich, am besten im Header, so werden diese auf allen Seiten an der gleichen Stelle gezeigt. Auch sonstige Vorteile, die Sie dem Kunden anbieten, können hier platziert werden. Motivieren Sie den Kunden zusätzlich, den Kauf abzuschließen, indem Sie z.B. einen Gutschein für den nächsten Kauf oder ein kleines Geschenk versprechen.

Optimierung der Suche

In keinem Shopsystem ist die Suchfunktion gut genug! Der Shopbetreiber kat grundsätzlich nur zwei Lösungsalternativen:

  • cloudbasierte Such-Lösungen wie DooFinder. Diese Lösung passt gut für Shopbetreiber, bei denen die Suche ein richtig kompliziertes Thema ist, und künstliche Suchintelligenz voraussetzt. Dies ist die teurere Alternative.
  • Shop-Module, die auf Sphinx, Elastic Search oder anderen Open-Source Searchengines basieren. Diese Lösung passt gut für Shopbetreiber, die mehr Kontrolle über Suchergebnisse haben wollen und bei denen die Suchszenarien nicht zu kompliziert sind. Dies ist die günstigere Alternative.

To Do‘s

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Spezielle Lösung für Suche auswählen Entscheiden Sie, welche Lösungsalternative für Suchfunktion in Ihrem Onlineshop besser ist.
Bieten Sie den Kunden automatische Vorschläge mit Produktbildern an Schon während der Kunde seine Suchkombination eintippt, kann man ihm eine “visuelle” Hilfe anbieten.
Bieten Sie dem Nutzer die Möglichkeit an, die Suchergebnisse zu segmentieren Optimieren Sie die Suchergebnisseite, indem Sie hier weitere Filtermöglichkeiten anbieten, z.B. Filter, Kategorien, Sortierung nach wichtigen Kriterien anbieten, z.B. Popularität, Suchrelevanz, Name.
Wählen Sie die bessere Standardansicht für Suchergebnisse Bestimmen Sie statistisch, ob für Ihren Shop eine Karten- oder Listenansicht besser ist.

Optimierung des Warenkorbes

Die Hauptaufgabe der Warenkorbseite ist, den Kunden zu motivieren, zum Checkout über zu gehen.
 

To Do‘s

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Nicht direkt zum Warenkorb weiterleiten Lassen Sie den Kunden bestimmen, ob er zum Warenkorb gehen möchte, nachdem er die Ware in den Warenkorb gelegt hat. In diesem Popup Fenster könnte man dem Kunden Zubehörprodukte anzeigen, oder die Produkte aus der Rubrik “Kunden kauften auch” zeigen.
Lassen Sie den Kunden da, wo er sich gerade befindet.
 
Zeigen Sie alle notwendigen Produktinformationen Das ausgewählte Produkt sollte über das Foto klar und eindeutig identifizierbar sein, zeigen Sie dem Kunden die von ihm ausgewählte Produktoptionen an. Der Produktname sollte mithilfe eines Links zum Produkt führen, falls der Kunde nochmal zum Produkt gehen möchte. Zeigen Sie auch die Versanddauer, damit die Kunden sehen, dass Sie das Produkt richtig schnell bekommen.
Zeigen Sie Produkt-Badges (Neu, Sales, Hit, etc.) Auch im Warenkorb ist es wichtig, Info-Badges zum Produkt zu zeigen.
Miniwarenkorb mit Warenkorb und Checkout verlinken Es sollte die Möglichkeit geben, vom Miniwarenkorb direkt zum Checkout oder zum Warenkorb zu gehen.
Einfache Änderungen zulassen Es sollte einfach sein, die Anzahl der bestellten Produkte zu verändern (am besten mit zusätzlichen Buttons dafür) oder das Produkt aus dem Warenkorb komplett zu entfernen oder dieses zum Merkzettel zu verschieben.
Zur-Kasse-Button hervorheben Der Button sollte groß genug und gut sichtbar sein, damit die Kunden sich verpflichtet fühlen, auf den Button zu klicken
Behalten Sie den Warenkorb für Kunden solange es geht Oft kommen die Kunden zurück und sind gezwungen, die Produkte in den Warenkorb erneut zu sammeln. Sparen Sie denen den Aufwand für sie, indem Sie den Warenkorb auch für längere Zeit speichern (z.B. für 4 Wochen).
Ersetzen Sie das Feld für den Gutschein mit einem Checkbox “Haben Sie einen Gutschein?” Und verstecken Sie den Button “Gutschein einlösen”. Auf dieser Seite sollte es so wenig Buttons wie möglich geben. Dies würde ermöglichen, die Ansicht zu vereinfachen und hilft den Kunden, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich auf den Zur-Kasse-Button!
Aktualisieren Sie den Warenkorb, ohne die Seite komplett neu zu laden Lassen Sie die Aktualisierung des Warenkorbs so umprogrammieren, dass es ohne Aktualisierung der Seite geschieht. So sparen Sie die wertvolle Zeit des Kunden, und die Ressourcen Ihrer Server-Infrastruktur.
Vertrauensstiftende Informationen hinzufügen Ergänzen Sie die Warenkorbseite mit Gütesiegel. Auch sonstige Vorteile, die Sie dem Kunden anbieten, können hier platziert werden.

Optimierung des Bestellprozesses (Checkouts)

Die Optimierung des Checkouts ist eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Onlineshop- Optimierung, denn etwa etwa 70-80% Ihrer potenziellen Kunden springen hier ab. Es gibt keine einheitlichen Regel, die gleich gut für alle Shopbetreiber gilt. Somit sind viele A/B Tests durchzuführen, bevor man einen für sich ideellen Bestellprozess bestimmt.
 

To Do‘s

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Express-Kauf ermöglichen Kaufen die Kunden oft Produkte einzeln? Bieten Sie denen Amazon Payment und Express-Kauf per PayPal an, damit die das Produkt direkt von der Produktdetailseite kaufen können.
Eliminieren Sie die erste Seite mit der Auswahl des Kundentyps Die Seite des Checkouts, auf der der Kunde entscheiden soll, ob er als Gast bestellt, sich registrieren oder anmelden möchte, sollte es gar nicht geben. Gehen Sie davon aus, dass die absolute Mehrheit der Kunden als Gast bestellen wird, deshalb kann man den Kunden direkt zum Formular mit Kontaktdaten führen. Ganz unten kann man eine Checkbox hinzufügen “Konto anlegen” und Vorteile der Registrierung auflisten. Für registrierte Kunden kann man seitlich die Möglichkeit anbieten, sich anzumelden.
Vereinfachen Sie das Formular mit Kontaktdaten Eliminieren Sie alle Felder, die Sie nicht wirklich brauchen. Es reicht nur ein Freifeld für die Telefonnummer. Überlegen Sie sich gut, ob Sie das Geburtstagsdatum abfragen wollen. Vereinfachen Sie die Anrede - Radiobutton mit Angabe “Herr” oder “Frau” reicht, treffen Sie die Vorauswahl je nachdem, ob Männer oder Frauen die meisten Käufer in Ihrem Shop sind. Dasselbe gilt dafür, ob der Kunde eine Privatperson oder ein Unternehmen ist, auch hier ist die Vorauswahl hilfreich.
Verkürzen Sie die Anzahl der Schritte im Checkout Legen Sie die Auswahl der Versand- und der Zahlungsart auf eine Seite zusammen. Eliminieren Sie alle Seiten im Checkout, die eliminierbar sind. Denken Sie daran, je weniger Klicks der User macht, desto wahrscheinlicher wird er den Kauf abschließen.
Ablenkungen eliminieren Eliminieren Sie alle Inhalte, die den Nutzer von dem Kauf ablenken - Kategorien, Icons für Merkzettel, Mein Konto, Miniwarenkorb, Suchfeld und alle sonstigen Links, die zum Verlassen des Checkouts führen.
Vertrauensstiftende Informationen hinzufügen Auch im Checkout sind Gütesiegel hilfreich. Motivieren Sie den Kunden zusätzlich, seinen Kauf abzuschließen, indem Sie z.B. einen Gutschein für den nächsten Kauf oder ein kleines Geschenk versprechen.
Vermeiden Sie die Änderung des Endbetrages während des Checkouts Viele Kunden springen wegen der verdeckten Kosten oder Änderung des Endbetrages ab. Vor allem hohe Versandkosten können den Besucher abschrecken und sind unbedingt zu vermeiden. Wenn möglich, bieten Sie Ihren Kunden einen kostenlosen Versand an, denn Sie können diese Kosten bereits im Produktpreis berücksichtigen.
Automatische Vervollständigung der Adresse anbieten So werden Sie Fehler bei der Adresseingabe reduzieren und die Zeit des Kunden für die Adresseingabe einsparen. Füllen Sie die Stadt automatisch mit der Eingabe der PLZ aus.
Bieten Sie mehr als eine Versandart an Es gibt Kunden, die das Produkt schnellstmöglich erhalten wollen und die bereit sind dafür zu zahlen, die anderen wollen das Produkt so günstig wie möglich bekommen. Decken Sie die Bedürfnisse von beiden Kundentypen ab, indem Sie sowohl den Standard- als auch den Express-Versand anbieten.
Bieten Sie den Kunden populäre Zahlungsarten an Allgemein populäre Zahlungsarten sind (absteigend): Zahlung auf Rechnung (wenn Sie sich es leisten können, oder bis zu einem gewissen Warenkorbwert), PayPal, Lastschrift, Vorkasse, Bezahlen über Amazon, Kreditkarte, abgesicherte Zahlung auf Rechnung, abgesicherte Lastschrift, SOFORTÜberweisung, Giropay, Finanzierung, Ratenkauf, Nachnahme.

Weiterer Teil der Artikelserie: Seitenoptimierung in E-commerce