Onlineshop-Erstellung - treffen Sie richtige Entscheidungen!

onlineshop erstellung

Der Geizige zahlt zweimal. Mit diesem Artikel helfe ich Ihnen, häufige Fehler zu vermeiden und richtige Entscheidungen zu treffen. Ich erkläre aus welchen Bestandteilen der Preis für die Erstellung eines Shops besteht, damit Sie diese verstehen, beeinflussen und steuern können, um ein hervorragendes Ergebnis zu bekommen.

Entscheidungsfaktor „Preis“ bei der Onlineshop-Erstellung

preis bei der onlineshop erstellungWas kostet ein Onlineshop? Diese Frage ist oft zu hören, kann aber kaum beantwortet werden. Die Erstellung eines Webshops ist ein komplizierter Prozess, der viel Mühe, Zeit, Nerven und Geld fordert. Das ist genau wie mit den Preisen für z.B. Autos – es gibt zu viele in ganz unterschiedlichen Preiskategorien, eine Entscheidung zu treffen ist nicht einfach.

Damit man ein Angebot nach eigenen Anforderungen und Bedürfnissen bekommt, sollten diese vorher spezifiziert und konkretisiert werden, schon jetzt können dabei zahlreiche Fragen und Probleme entstehen.

Denken Sie daran, dass klare technische Spezifikationen den Preis verständlicher und transparenter machen. Es ist nicht einfach, ein gegenseitiges Verständnis zwischen dem Kunden und dem Auftragnehmer zu erreichen, oft denken beide nur, dass einer den anderen verstanden hat. Sorgen Sie dafür, dass dieses Verständnis auch visuell bestätigt ist, z.B. durch Skizzen, Mockups, Grafiken etc.

Empfehlung → teurer ist nicht unbedingt besser, günstiger ist nicht unbedingt schlechter, es ist immer im Einzelfall zu beurteilen, welche Maßnahmen das Geld wert sind und welche nicht.

Agenturauswahl bei der Onlineshop-Erstellung

Es gibt eine riesige Anzahl von Agenturen auf dem Markt, vielleicht sogar mehr als von erwähnungswürdigen Onlineshops. Diese kann man wie folgt klassifizieren:

agentur auswählenFreelancer oder Ein-Mann-Agenturen

Die Mehrheit der Agenturen sind Ein- bis Drei-Mann-Betriebe, diese unterscheiden sich kaum von üblichen Freelancern. Es sind die gleichen Leistungen zu vergleichsweise gleichen Preisen wie bei den Freelancern zu erwarten. Bei Ein-Mann-Agenturen werden zu viele Aufgaben von einer Person erledigt, diese wird das Konzept und das Design erstellen und danach noch das Ganze umsetzen. Diese Agenturen werden auch den günstigsten Preis anbieten. Eine Person kann nur selten beides sein, kreativer Designer und tüchtiger Programmierer. Ob das was für Sie wäre, entscheiden Sie für sich. Wenn Sie einen hoch professionellen und anspruchsvollen Internetauftritt erwarten, sparen Sie lieber woanders und wählen Sie eine spezialisierte E-Commerce Agentur aus.

Empfehlung → Das große Risiko hier ist, dass Sie gar nichts Nutzbares bekommen und gezwungen sein werden, das Projekt nochmal in Auftrag zu geben. Sie können Geld und Zeit verlieren. Überzeugen Sie sich doppelt oder dreifach davon, dass eine solche Agentur das, was Sie verspricht, auch umsetzen kann und davon, dass das, was geleistet werden muss, von dem zu erwarteten Ergebnis nicht allzu sehr abweicht.

Kleine und aufstrebende Agenturen

Eine kleine Agentur kann sehr wohl imstande sein, professionelle Leistungen zu erbringen, denn diese hat eigene Webdesigner, Programmierer, Projektmanager, Tester sowie Marketing- und SEO-Spezialisten. Es kann eine echte Alternative sein, wenn diese für Sie vertrauenswürdig erscheint.

Bitte denken Sie daran, dass alle diese Fachleute monatlich bezahlt werden sollten. Bei solchen E-Commerce Agenturen wird der Preis natürlich höher sein als bei Freelancern, die Wahrscheinlichkeit ein anständiges Ergebnis zu bekommen, ist dafür aber bedeutend höher. Eine professionelle Agentur bemüht sich, möglichst viele Informationen von dem Auftraggeber zu bekommen, um seine Bestrebungen und Ziele besser zu verstehen und in einer bestmöglichen Lösung (für das besprochene Budget) umzusetzen.

Empfehlung → Definieren Sie zusammen mit der Agentur, was das Ergebnis sein sollte und welche Eigenschaften dieses Ergebnis haben sollte, am besten visuell. Erst so können Sie sicher sein, dass Sie genau das Ergebnis bekommen, das Ihren Erwartungen entspricht.

Große und gut bekannte Agenturen

Wenn Sie bereit sind, das Doppelte oder das Dreifache für ein gutes Ergebnis zu bezahlen, was von einer kleineren aufstrebenden Agentur auch zu erwarten wäre, dann können Sie sich an eine gut bekannte große Agentur wenden.

Empfehlung → Für viel Geld erwartet man ein hervorragendes Ergebnis. Dieses mag aber nur „gut” erscheinen, wenn Sie nicht aufpassen. Grundsätzlich kann man von einer kleineren Agentur sogar mehr Aufmerksamkeit und somit ein insgesamt besseres Ergebnis bekommen.

Mehr über Agenturauswahl können Sie in unserem Artikel "Agenturauswahl - ausführliche Tipps mit Checkliste" lesen. 

Auswahl der Shopsoftware für Ihren Onlineshop

shopsoftware auswählenDie Auswahl des Shopsystems hat einen großen Einfluss auf den Preis für die Erstellung eines Onlineshops, denn jede Shopsoftware hat unterschiedliche Funktionen, unterschiedliche Module und unterschiedliche Connectoren. Es macht keinen Sinn, sich für eine Shopsoftware zu entscheiden, bei der viele notwendige Funktionen nachzuprogrammieren sind, wenn diese in einer anderen Software bereits bestehen.

Das Vorhandensein eines Connectors zu Ihrer WaWi oder ERP mag ein richtiges K.o- Kriterium dabei werden. Bereits nach dem ersten Workshop oder Kick-off-Meeting kann eine erfahrene E-Commerce Agentur eine klare Empfehlung für ein Shopsystem äußern.

Empfehlung → Wenn Sie bereits im Gespräch mit einer Agentur sind, die nur mit einem Shopsystem arbeitet, wird die Agentur diese Shopsoftware für den Kunden automatisch für die beste Lösung halten, obwohl es in der Tat eine suboptimale Lösung sein könnte. Lassen Sie sich am besten von zwei bis drei Agenturen beraten, bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen.

Das Konzept eines Onlineshops lohnt sich

Immer wieder merke ich, dass Kunden die Bedeutung der Konzeptionsphase nicht verstehen oder total unterschätzen.

Der Erste, der in einem E-Commerce-Projekt an die Arbeit herantritt, ist der Projektmanager oder Business-Analytiker, je nachdem, wie die Arbeit bei der leistenden E-Commerce Agentur organisiert ist. Der Fachmann analysiert die Webseiten von Wettbewerbern und die erfolgreichsten Beispiele in Ihrer Branche, erstellt die Skizzen und bespricht mit dem Kunden sehr ausführlich den zukünftigen Onlineshop. Die Konzeptionsphase ist die wichtigste Projektphase in jedem Projekt, denn hier wird das Fundament gelegt, auf dem man später aufbauen wird. Wenn das Fundament nicht stabil ist, wird auch der Bau wackeln.

Empfehlung → Wenn man versucht, hier zu sparen, besteht das Risiko, dass während der Umsetzungsphase durch viele nachträgliche Änderungen die hier gesparten Kosten um das Vielfache übertroffen werden. Hier zu sparen, ist sparen an falscher Stelle.

Design und Templates – Löwenanteil der Kosten

Design ist für jeden Webshop wichtig, denn dieses ermöglicht ein richtiges Erscheinen und Funktionieren in allen Browsern und auf allen Geräten (Smartphones, Tablets und Desktops). Das Design wird mitbestimmen, welcher Anteil Ihrer Shopbesucher Ihre Produkte kaufen wird (Conversion Rate). Um das gewünschte Design im Shop umzusetzen, muss man Templates entwickeln. Diese sind spezifisch für ein konkretes Shopsystem und sind mit anderen Shopsystemen nicht kompatibel. Die Erstellung von Templates mag den Löwenanteil der Kosten bei der Entwicklung eines Onlineshops beanspruchen, vor allem wegen der Anpassbarkeit für alle möglichen Geräte und Browser (Responsive Design), falls Sie beim Design was Besonderes wollen. Ob Sie es wirklich brauchen, ist eine andere Frage.

Es gibt zwei Ansätze für die Erstellung von individualisierten Templates:

  • Standard-Template nehmen und anpassen
  • Individuelles Design erstellen lassen und anschließend Templates erstellen

Standard-Template eines Shopsystems nehmen

Man kann das Standard-Template eines Shopsystems nehmen und dieses für eigene Bedürfnisse anpassen. Die modernen Shopsoftware-Lösungen wie OXID eShop, Shopware oder Magento bieten hervorragende Templates mit einer guten Usability und Funktionalität einer Shopsoftware direkt aus der Box an, diese sind auch direkt aus der Box responsive. Die Profis werden natürlich das Standard-Template mit Anpassungen sofort erkennen, auf die Besucher, deren Anzahl und Verhalten hat es allerdings keinerlei negativen Einfluss.

Man kann auch die Templates von anderen E-Commerce Agenturen erwerben und an eigene Bedürfnisse anpassen. Diese Templates sind oft Weiterentwicklungen von Standard-Templates und bieten manchmal sogar mehr Funktionen und Möglichkeiten an. Unsere Agentur bietet z.B. ein solches Template sowohl für OXID eShop (OXID Flexa Theme) als auch für Shopware (Shopware Plexa Theme).

Ein fertiges Template zu nehmen und anzupassen, ist eine empfehlenswerte Strategie bei der absoluten Mehrheit der E-Commerce-Projekte.

Empfehlung → Das größte Risiko ist, dass Sie einen „üblichen” Shop bekommen, aber den gleichen Preis wie für einen „besonderen” Shop mit individuellem Design zahlen. Falls Sie sich für ein gekauftes Template entscheiden, besteht das Risiko, dass Sie ein Template mit einer minderwertigen Qualität kaufen, deren Anpassung viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen wird, weil noch viele Bugs zu beseitigen sind. Informieren Sie sich bei Ihrer Agentur im Voraus, welcher Ansatz in Ihrem Projekt verfolgt wird.

Individuelles Design erstellen lassen

Man kann ein komplett individuelles Design gestalten. Hauptproblem bei diesem Ansatz ist – es dauert länger und ist wesentlich teurer, denn die Agentur soll zunächst die Mockups (Skizzen) für jede Seitenart Ihres Onlineshops anfertigen und mit Ihnen abstimmen, dann die Designs, auch für jede Seitenart, sowohl für Desktops als auch für Smartphones, und erst danach können die Templates programmiert werden. Sehr viel Aufmerksamkeit wird hier jedem Detail gewidmet.

Empfehlung → Hier besteht das Risiko, dass Sie einen üblichen Onlineshop bekommen, wenn Sie was Besonderes erwarten. Für einen besonderen Shop sollte das entsprechende Budget vorhanden sein, denn die ganzen Abstimmungen und die Aufmerksamkeit für Kleinigkeiten kosten Zeit und (Ihr) Geld. Stimmen Sie mit der Agentur ganz genau ab, wie der Prozess bei der Erstellung Ihres Designs ablaufen wird und welche Zwischenergebnisse dabei entstehen werden.

Design bei einem neuen Onlineshop

Für viele mag es sehr überraschend sein, dass das Design und Layout eher einen geringen Einfluss darauf haben, wie viele Besucher zu Ihrem Onlineshop strömen werden. Für viele Anfänger mag ein Standard-Template eine echte Alternative sein, die gut genug ist, um Proof-of-Concept zu erlangen, indem man die ersten Umsätze generiert.

Umsatz wird durch Besucher generiert. Im Allgemeinen gilt, je mehr Besucher es in Ihrem Shop gibt, desto höheren Umsatz werden Sie haben. Wenn man erwartet, dass infolge der größeren Investitionen in das Design und Templates im Shop mehr Besucher auftauchen würden, liegt man definitiv falsch.

Für einen neuen Onlineshop ist es daher viel wichtiger die Besucher zu locken, als sich mit Fragen der Conversion-Optimierung und „sonstigem Finetuning” zu beschäftigen. Die Anforderungen, die für SEO und Content Marketing wichtig sind, sollten den Vorrang haben.

Empfehlung → Bei der Erstellung eines komplett neuen Onlineshop besteht das Risiko, dass der Shopbetreiber die Bedeutung von Layout und Design massiv überschätzt. Diese werden erst dann besonders wichtig, wenn Sie über 5000 Besucher am Tag im Shop haben. Erst dann werden die Details besonders wichtig werden, und die Optimierung der Conversion Rate und eine Investition in ein individuelles Design wird sich rentieren.

Design und Layout beim Onlineshop Relaunch oder Redesign

Wenn Sie bereits einen Onlineshop haben und diesem ein Redesign verpassen möchten oder einen Onlineshop Relaunch basierend auf einer neuen Shopsoftware anstreben, kann Ihr Ansatz ganz anders als bei der Erstellung eines jungen Onlineshops sein.

Ein bestehender Shop hat bereits Besucher, in einem neuen Shop sollen diese möglichst in Kunden konvertiert werden, dies ist nur durch ein besseres Kauferlebnis möglich. Alle Änderungen im Shop sollten vor allem eine qualitative Verbesserung herbeiführen und in einer höheren Conversion Rate resultieren.

Empfehlung → Das Risiko ist, einen Webshop zu erstellen, der die gleiche oder eine noch schlechtere Conversion Rate generiert als beim alten Auftritt. Ein Onlineshop Relaunch sollte zu einer messbaren Verbesserung führen und nicht einfach das Shopsystem A durch das Shopsystem B ersetzen. Um diese Probleme zu vermeiden, sollte man aus den Fehlern im alten Shop lernen und nicht versuchen, alles nachzubauen.

Content ist am wichtigsten

content onlineshopEs sind die Inhalte, die die Shopbesucher beurteilen werden, bevor sie was kaufen – Produktbilder, Banner, Werbetexte und Produktbeschreibungen. Diese haben auch einen direkten Einfluss auf die Besucherzahl in Ihrem Onlineshop.

Die Vorbereitung der qualitativen Inhalte kann aufwendig sein und man sollte hiermit so früh wie möglich starten. Für die größeren Onlineshops ist es sogar empfehlenswert, ein Produktinformationsmanagement-System (PIM), wie z.B. TreoPIM zu nutzen. Ein PIM- System ist speziell für die Vorbereitung der qualitativen Produktdaten gedacht und ermöglicht, alle Prozesse, die mit der Vorbereitung der Produktbeschreibungen zu tun haben, entsprechend zu organisieren.

Bei einem Onlineshop Relaunch mag es ein guter Zeitpunkt sein, darüber nachzudenken, ob man die Qualität der Produktbilder und/oder Produktbeschreibungen nicht verbessern soll.

Man sollte eigene Produktbeschreibungen erstellen und keinesfalls die Produktbeschreibungen von Herstellern oder Lieferanten kopieren, denn so wird kein Mehrwert in Augen von Google geschaffen und Ihr Onlineshop wird dann entsprechend gerankt.

Empfehlung → Wenn Sie die Bedeutung von Content und deren Qualität unterschätzen, wird Ihr Shop unter niedrigen Besucherzahlen leiden. Sorgen Sie frühzeitig genug für die Erstellung von qualitativen Inhalten.

Programmierung

onlineshop programmierungDie wichtigsten Funktionen für einen Onlineshop sind in jeder Onlineshop-Software bereits integriert. Ob Sie wirklich mehr Funktionen brauchen, darüber sollten Sie sehr gut nachdenken. Nicht jede Funktion, die Ihnen als „toll” erscheint, wird von den Nutzern als solche wahrgenommen.

Bei einem Onlineshop Relaunch sollte man ganz gut darüber nachdenken, welche Funktionen aus dem alten Shop zu übernehmen sind und welche nicht. Wenn es möglich ist, sollte man dafür die Statistiken auswerten.

Programmierung sollte richtig erfolgen, jede Shopsoftware ist ziemlich kompliziert, und die Programmierer, die die Arbeit umsetzen werden, sollen Erfahrungen mit dem System haben. Ein Programmierer, der die Programmiersprache beherrscht, mit der die ausgewählte Shop- Software erstellt wurde, ist nicht kompetent genug und mag vieles falsch machen. Der Programmierer sollte Erfahrungen mit der Shop-Software haben, denn jede Shopsoftware hat eigene Regeln, diese Regeln sind strikt zu befolgen.

Wenn Sie einen neuen jungen Onlineshop launchen, den es vorher nicht gab, konzentrieren Sie sich bei der Programmierung vor allem auf die Funktionen, die mit Content Marketing zu tun haben. Und erst wenn der Shop richtig viele Besucher hat, kann man den nächsten Schritt machen und sich mit der Verbesserung der Usability und des Kauferlebnisses beschäftigen.

Empfehlung → Man kann viele tolle Funktionen erfinden. Wichtig ist, dass diese auch genutzt werden. Zu viele Funktionen können den Onlineshop richtig langsam machen. Die nicht (oder kaum) genutzten Funktionen und Module sind aus dem Shop zu entfernen.

Optimierung für die Suchmaschinen und Nutzer

Jeder, der im Internet gefunden werden will, benötigt eine suchmaschinenoptimierte und benutzerfreundliche Website. Es sind diverse Maßnahmen zu treffen, sowohl im Code als auch im Content, damit der Onlineshop als suchmaschinenfreundlich gilt.

Empfehlung → SEO-Maßnahmen sind notwendig, aber nicht ausreichend dafür, dass Ihr Onlineshop gute Rankings bekommt. Die Qualität und Umfang des Contents entscheiden darüber. Sorgen Sie für qualitative Inhalte für Menschen, nicht für Google & Co.

Domain und Hosting

Damit Ihre Website im Internet erscheinen kann, brauchen Sie zum einen den Namen (Domainname), den Platz (Hosting) und ein Postfach (für alle E-Mails). Ohne diese Werkzeuge kommen Sie nicht aus. Domains sind sehr günstig, daher kann man diese Kosten komplett vernachlässigen. Bei der Auswahl einer Domain sollte man daran denken, dass der Domainname möglichst kurz sein sollte. Dieser sollte auch vertrauenswürdig sein.

Für gutes Hosting sollte man im Monat mindestens 100 EUR zahlen, nach oben gibt es keine Grenzen. Die Ladezeiten haben eine direkte Auswirkung auf die Conversion Rate eines Onlineshops und sollten immer so schnell wie nur möglich sein. Dafür hauptsächlich verantwortlich ist die Serverinfrastruktur.

Man kann eine virtuelle oder eine physikalische Server-Infrastruktur verwenden. Laut unseren Beobachtungen kann man mit drei bis fünf physikalischen Servern eine vergleichbare Performance zu etwa einem halben Preis einer voll virtuellen Serverinfrastruktur erreichen.

Empfehlung → Sparen Sie nicht an falscher Stelle, die Server sollen richtig schnell sein. Auch die Skalierbarkeit ist wichtig, natürlich, wenn der Bedarf da ist.

Nachträgliche Unterstützung

Nach der Umsetzung eines Onlineshops können Kosten für nachträgliche Unterstützung entstehen – für Wartung, Support, Weiterentwicklung, Beratung etc.

Wenn man irgendwelche Fragen oder Probleme mit der Website hat, stehen Ihnen die Experten Ihrer Agentur immer zur Seite, diese können Sie beraten und immer eine optimale Lösung vorschlagen.

Nach der Umsetzung eines Projektes wird der Kunde in den „Supportmodus” umgeschaltet. Wichtigste Folge ist, dass Sie keine dedizierte Ressourcen mehr beanspruchen können. Eine Agentur kann es sich nicht leisten, dass die Fachleute immer dasitzen und auf Ihre Aufträge warten. Einige Agenturen kommen damit besser klar, die anderen schlechter. Wie gut der Onlineshop Support bei einer Agentur organisiert ist, werden Sie nur mit der Zeit merken. Die Qualität der Services im Support kann sich mit der Zeit auch ändern – sowohl nach oben als auch nach unten.

Empfehlung → Das größte Risiko hier ist, dass nach einem Entwicklungsprojekt, bei dem man fest zugewiesene Ressourcen hat, Kundenanfragen nur noch je nach Verfügbarkeit der Ressourcen umgesetzt werden. Es könnte auch ziemlich lange dauern, bis eine Aufgabe erledigt wird. Ob es einem reicht, mag jeder für sich entscheiden. Sprechen Sie mit Ihrer Agentur am besten darüber, wenn Sie Probleme bemerken.

Schlussfolgerung

Um eine Sicherheit zu bekommen, dass der zu erstellende Onlineshop konkrete Umrisse und Füllung hat, sollten diese von Anfang an spezifiziert und am besten irgendwo schriftlich erfasst werden. Diese können als „technische Spezifikation” bezeichnet werden. Erst wenn die Anforderungen klar und deutlich definiert sind, wird es klar, welche Ergebnisse zu erreichen sind, so werden diese kontrollierbar, messbar und visuell sein. Auch wenn die Qualität und der Preis in einem Zusammenhang stehen, sollte man die Bedeutung der technischen Spezifikation nicht unterschätzen.

Genau dafür ist die Konzeptionsphase wichtig. Erst wenn es klar ist, was genau gemacht werden soll, sollte man mit der Umsetzungsphase starten. Die Vermischung der Aufgaben von diesen beiden Projektphasen würden definitiv zu Problemen, einer längeren Umsetzungsdauer und höheren Projektkosten führen.

Bestimmen Sie aber für sich selbst, ob für Sie die Qualität oder der Preis entscheidend ist. Nicht in allen Fällen mag die bessere Qualität höhere Kosten rechtfertigen, gerade wenn Ihr Onlineshop noch gar keinen Kundenstamm hat. Sorgen Sie aber von Anfang an dafür, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der ausgewählten Agentur stimmt und die Zwischenergebnisse zufriedenstellend sind.