Marketing, SEO und Kundenservice für Onlineshop

Marketing, SEO und Kundenservice im Onlineshop

Bei einer Onlineshop-Optimierung werden folgende Ziele angestrebt:

  • Erhöhung der Conversion Rate (qualitative Umsatzsteigerung)
  • Erhöhung der Umsätze (quantitative Umsatzsteigerung)
  • Senkung der Kosten (Einmalige und laufende Kosten)

Dieser Artikel ist ein Teil der Artikelserie mit Praxismaßnahmen für die Optimierung eines Onlineshops, welche helfen, die oben erwähnten Ziele zu erreichen. Hier können Sie sich auch mit folgenden Artikeln vertraut machen:

  1. Server- und Shopsystem-Optimierung
  2. Optimierung der Usability
  3. Seitenoptimierung in E-commerce
  4. Marketing, SEO und Kundenservice für Onlineshop

WICHTIG: Diese Artikelserie können Sie als Broschüre herunterladen, damit Sie die Infos jederzeit bequem und einfach zugreifen. Laden Sie die Broschüre über Praxismaßnahmen für eine Onlineshop-Optimierung hier herunter.

Onlineshop Marketing

Marketingmaßnahmen sind mühsam, aber sehr nützlich, wenn Sie es geschafft haben, viele Besucher zu Ihrem Onlineshop zu locken. Dank Marketing kann man die Verkäufe richtig ankurbeln. Nutzen Sie dafür diverse Möglichkeiten an:

  • Aktionspreise und Sonderangebote
  • Badges - Neu, Sale, Populär etc
  • Rabatte, Neukundenrabatte
  • Gutscheine
  • 2 Artikel zum Preis von einem
  • Artikel-Sets
  • Zeitlich begrenzte Angebote
  • limitierte Angebote
  • und sonstige Promotions.

Nutzen Sie Aktionspreise und Sonderangebote, um die Besucher mit besonders günstigen Preisen zu locken und anschließend tragen Sie dazu bei, dass der Kunde mehr als nur das beworbene Produkt kauft.

Das Ziel von Marketingmaßnahmen sollte es nicht nur sein, die absolute Zahl der Verkäufe, sondern auch den durchschnittlichen Warenkorbwert zu erhöhen. Das Wichtigste dabei ist die richtige visuelle Hervorhebung. Die Kunden sollen erfahren, dass es in Ihrem Shop ein besonderes Kauferlebnis gibt, das die Konkurrenten nicht oder nicht in dem Ausmaß anbieten wie Sie.

Den eigenen Erfolg dabei kann man mithilfe von Google Analytics sehr gut messen.
 

To Do‘s

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Passende Module für Marketingaktivitäten installieren Bestimmen Sie die wichtigsten Marketingmaßnahmen für Ihren Onlineshop und finden Sie die Module, die Ihnen helfen, diese erfolgreich umzusetzen.
Shop-Templates anpassen Passen Sie Ihre Templates an, um die vorhandenen Marketingmaßnahmen hervorzuheben.

Bitte denken Sie daran, dass die in Ihrem Shop getroffene Marketingmaßnahmen keine Auswirkung auf die Zahl der Shopbesucher haben wird. Wenn Ihr Shop zu wenig Besucher hat, werden Ihnen die Marketingmaßnahmen kaum helfen, und werden dafür aber ziemlich aufwendig sein.

Sortiment in Onlineshops

Darüber ob ein Shop verkauft oder nicht, und wie gut, entscheidet letztendlich das Sortiment und die Preise. Wenn Sie einen technisch gesehen tadellosen Onlineshop haben, aber mit einem schlechten Sortiment werden Sie kaum was verkaufen.

Das Produktsortiment muss reich genug, anlockend und interessant sein, denn viele Kunden wollen was Besonderes. Es ist statistisch bewiesen, dass viele potenzielle Kunden einen Shop verlassen, weil sie nichts finden können, weil es nichts Passendes gibt, nicht weil die schlecht suchen (dieses Thema ist im Detail im Kapitel Optimierung der Suche” behandelt).

Preise sind wichtig, aber nicht entscheidend. Oft kaufen Kunden zwei oder mehr Produkte lieber in einem Shop (auch wenn diese zusammen teurer sind), weil diese Produkte dann zusammen geliefert werden. Denken Sie darüber nach, welche Produkte würden Sie Ihren Kunden zusammen mit einem Produkt für einen Kauf empfehlen?

To Do‘s

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Erweitern Sie Ihr Produktsortiment Denken Sie daran, je mehr Produkte Sie anbieten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein durchschnittlicher Kunde ein passendes Produkt findet und kauft. Dies steigert letztlich auch die Conversion Rate.
Nutzen Sie ein PIM-System um alle Prozesse, die mit dem Produktsortiment und Qualität der Produktdaten zu tun haben, zu optimieren. Arbeiten Sie mit mehr Lieferanten zusammen.
Passen Sie das Produktsortiment schneller an die aktuellen Trends an Verschlafen Sie keine Trends, und aktualisieren Sie Ihr Sortiment rechtzeitig oder, besser sogar, bilden Sie die Trends selbst.
Bieten Sie qualitative Cross- und Up-Selling Angebote an Es geht nicht darum, irgend was als Cross- oder Up-Selling anzubieten, es geht vielmehr darum, dass diese Empfehlung dem Kunden einen Mehrwert bieten soll, z.B. im Fashionbereich kann es ein “Look” sein, die Gruppe von Produkten, die sehr gut zusammen passen, und einen Stil für den Käufer schaffen.

Optimierung des Kundenservice für Onlineshops

Die Transparenz der Beziehungen zwischen den Onlinehändlern und Käufern wird immer stärker. Wenn ein Kunde unglücklich ist, schreibt er eine negative Bewertung über Ihren Onlineshop und die anderen potenziellen Kunden werden es sofort erfahren, und einige von denen werden nie Kunden werden.

Deshalb ist die Optimierung der Prozesse, die mit der Verkaufsabwicklung und nachträglichem Support der Kunden zu tun haben ebenfalls wichtig, auch wenn diese nicht direkt in die Shop-Optimierung fallen.
 

To Do‘s

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Versenden Sie die Bestellungen so schnell wie möglich und informieren Sie den Kunden über den aktuellen Status der Bestellung. Der informierte Kunde ist immer glücklicher.
Nutzen Sie ein Helpdesk um Kundenanfragen schnell und effizient zu bearbeiten (ein zufriedener Kunde bestellt ein zweites Mal und sagt es allen Freunden!)
Sorgen Sie für gute Bewertungen um Kundenvertrauen zu gewinnen. Es ist egal ob dieser Kunde nochmal kauft. Seine Bewertung werden aber die anderen sehen und lesen.
Wenn möglich, bieten Sie kostenlose Retouren an Wenn Sie eine hohe Retourenquote haben, verstehen Sie warum und passen Sie die Produktbeschreibungen an. Die Retouren sollen am besten kostenlos sein.

Werbung und SEO für Onlineshops

Suchmaschinenoptimierung für Onlineshop ist genauso wichtig wie für jede andere Website. Denken Sie aber daran, dass SEO-Maßnahmen notwendig, aber nicht ausreichend sind, um einen erfolgreichen Shop zu haben. Es mögen noch Nischen vorhanden sein, bei denen SEO-Tätigkeit voll und ganz ausreichen, um Erfolg zu haben. Solche sind mir aber nicht mehr bekannt. Die Konkurrenz gibt es inzwischen überall.

To Do‘s

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Optimieren Sie die Meta Titles und Meta Descriptions Meta Titles und Meta Descriptions sind enorm wichtig bei der Suchmaschinenoptimierung eines Onlineshops, denn diese tragen dazu bei, ob ein potentieller Kunde eine Seite Ihres Shops aufruft oder nicht, weil dieser auf der SERP-Seite zunächst nur diese sieht. Entscheiden Sie, ob Sie diese manuell oder automatisch optimieren und sorgen Sie dafür, dass diese immer optimiert werden.
Nutzen Sie H1 und H2 überschriften Strukturieren Sie Ihre Produktbeschreibungen gut und nutzen Sie dabei aussagekräftige H1 und H2 Überschriften.
Schreiben Sie aussagekräftige SEO-Texte für Kategorie und Unterkategorieseiten diese sind wichtig, damit Google & Co Ihre Seiten aus SEO-Sicht richtig für gewünschte Keywords “einstufen”.
Erstellen Sie zusätzliche Landing-Pages Erstellen Sie in Ihrem Shop zusätzliche Seiten, die einen Mehrwert für Ihre Besucher schaffen, z.B. Brand-Shops, Themenseiten, Seiten für Produktserien etc. Wenn diese Seiten wirklich Mehrwert für Ihre Besucher schaffen, werden diese von Google & Co auch hervorgehoben. Diese Seiten können auch sehr gut für Online Werbung genutzt werden.
Betreiben Sie Content Marketing Wenn Sie sich es leisten können, führen Sie einen Blog, schreiben Sie hilfreiche Texte für Ihre Besucher. Schreiben Sie Texte, die helfen, eine richtige Auswahl zu treffen oder die Kunden in bestimmten Themen beraten. Content Marketing ist sehr teuer, macht aber nur langfristig Sinn, wenn Sie es starten, seien Sie bereit, je nach Ihren Themen 6 bis 12 Monate Zeit zu investieren, um die ersten Ergebnisse zu sehen.

Aus unserer Praxis kann ich behaupten, dass die erfolgreichsten Onlineshops bis zu 50% der Umsätze mithilfe von Werbung (AdWords, Facebook, Instagram) generieren. Dies korreliert auch mit besseren Positionen in SEPR für die entsprechenden Keywords. Daher erwarten Sie nicht zu viel von Ihren SEO-Tätigkeiten, wenn Sie nicht bereit sind, in AdWords & Co zu investieren, wenn Ihre Konkurrenten es bereits tun.

Schlussfolgerung

Onlineshop Optimierung ist eine wichtige und kontinuierliche Aufgabe für jeden Shopbetreiber. Es gibt sehr viele Maßnahmen, die im Shop selbst und um den Shop herum zu treffen sind, um ein erfolgreiches Ergebnis zu bekommen. Es gibt kein für alle einheitliches Erfolgsrezept - eine effektive Maßnahme für einen mag komplett unwirksam für einen anderen sein. Deshalb ist es wichtig sicherzustellen, dass die Effekte infolge der Änderungen auch gut messbar sind.

Alle Optimierungsmaßnahmen können in zwei Gruppen aufgeteilt werden - qualitative, die die Conversion Rate beeinflussen und quantitative, die den Umsatz beeinflussen. Dabei ist natürlich wichtig zu verstehen, dass die Erhöhung der Conversion Rate immer zum Anstieg des Umsatzes führt, aber nicht jede Umsatzerhöhung ist das Ergebnis eines gestiegenen Conversion Rates.

Fast alle qualitative Maßnahmen sind mithilfe von A/B Test auf deren Effektivität zu testen, damit diese auch beibehalten werden. Nur eine Gruppe davon macht immer und für jeden Sinn, und bedarf somit keine A/B Tests, nämlich diejenige , die auf die Beschleunigung der Ladezeiten ausgerichtet sind.

Es ist durchaus möglich, dass Sie zwar eine gesunkene Conversion Rate bekommen, dafür aber einen höheren Umsatz, z.B. wenn Sie Ihre Werbekampagnen so umändern, dass die Kosten für die Klicks viel günstiger werden. Natürlich mag die Qualität des Traffics dafür auch absinken, aber wenn man die Umsätze mit den Kosten vergleicht, mag es für viele eine echte Optimierung sein. Die Conversion Rate für organischen Traffic sollte natürlich nicht absinken. Es sind die Zusammenhänge - die Ursachen und die Folgen richtig zu verstehen und zu deuten, um einen kontinuierlichen Erfolg bei einer Onlineshop Optimierung zu haben.